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Verbraucherschutz

03.12.2020

Lambrecht dringt auf schärferes Gesetz gegen Telefon-Abzocke

Christine Lambrecht, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, will Vertragsabschlüsse für Strom und Gas am Telefon verbieten.
Bild: Britta Pedersen, dpa (Archiv)

Exklusiv Verbraucherministerin Christine Lambrecht will, dass es in Zukunft nicht mehr möglich ist, Kunden telefonisch Verträge über Strom und Gas "aufzuschwätzen".

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will Verbraucher besser vor Abzocke am Telefon schützen. Wie die SPD-Politikerin unserer Redaktion sagte, „soll es in Zukunft nicht mehr möglich sein, Kunden telefonisch Verträge über Strom und Gas aufzuschwätzen“. Gerade in diesem Bereich würden Menschen häufig angerufen und am Telefon überrumpelt. „Künftig müssen Verbraucherinnen und Verbraucher schriftlich bestätigen, dass sie den Vertrag wirklich abschließen wollen“, kündigte Lambrecht an.

Mehr Verbraucherschutz auch bei Vertragslaufzeiten

Mit ihrem Gesetzentwurf für faire Verbraucherverträge wolle sie dafür sorgen, dass Kunden bei den Vertragslaufzeiten mehr Entscheidungsmöglichkeiten bekämen. Lambrecht zufolge sollen nicht mehr nur Verträge mit sehr langer Laufzeit angeboten werden, sondern auch transparente Alternativen mit kürzerer Bindung. Kunden sollen außerdem über automatische Verlängerungen so rechtzeitig informiert werden, dass sie die Möglichkeit zur Kündigung haben. Die Verbesserungen für fairen Wettbewerb seien auch im Interesse der Wirtschaft, denn treue und zufriedene Kunden seien immens wichtig. „Deswegen verstehe ich den Widerstand von Bundeswirtschaftsminister Altmaier nicht“, sagte die Verbraucherministerin. Das Gesetz müsse „jetzt endlich ins Parlament kommen“.

Lesen Sie hier auch das Interview mit Christine Lambrecht.

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