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Konflikte

26.02.2015

Lawrow fordert von Kiew sofortigen Abzug schwerer Waffen

Lawrow wirft dem Westen vor, das Minsker Abkommen untergraben zu wollen.
Bild:  Yuri Kochetkov (dpa)

Russland hat die prowestliche ukrainische Regierung mit Nachdruck zum Abzug ihrer schweren Waffen aus dem Kriegsgebiet Donbass aufgefordert. Die Begründung der Führung in Kiew, dies erst bei einer dauerhaften Feuerpause zu tun, sei "lächerlich", sagte Außenminister Sergej Lawrow.

"Jeder versteht, dass es dort keine ideale Waffenruhe und kein ideales System zum Einstellen der Kämpfe gibt", sagte er der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Lawrow warf dem Westen vor, das am 12. Februar in Minsk geschlossene Abkommen untergraben zu wollen. Die jüngsten Sanktionsdrohungen der EU und der USA gegen Russland zeigten, dass der Westen - "anders als Moskau" - nichts zur Umsetzung des Abkommens unternehme.

Die prorussischen Separatisten teilten mit, den Abzug schwerer Waffen fortgesetzt zu haben. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht. Die Militärführung in Kiew wirft den Aufständischen vor, das Kriegsgerät nur an andere Gefechtspunkte zu transportieren.

Die Lage im Krisengebiet bezeichnete ein Armeesprecher als "relativ ruhig". Allerdings sei in der Nacht ein Dorf nahe der Großstadt Donezk von den Separatisten beschossen worden, meinte er. Die Aufständischen teilten mit, nur auf "Provokationen" zu reagieren. (dpa)

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