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Porträt

01.07.2020

Lewis Hamilton und der Traum vom großen Vermächtnis

Lewis Hamilton geht es um mehr als nur Bestmarken.
Bild: David Davies/PA Wire, dpa

Lewis Hamilton möchte nicht nur in der Formel 1 Spuren hinterlassen. Sein Engagement gegen Rassismus verändert auch das Bewusstsein der Rennserie.

Lewis Hamilton treibt ein großes Ziel um. Für den Rennfahrer geht es mittlerweile um weit mehr als die Formel 1. Die dominiert er seit Jahren. Und wenn sich in der am Wochenende trotz Corona beginnenden Saison nichts Überraschendes tut, wird der Brite um seinen siebten Weltmeistertitel kämpfen. Damit stünde er auf einer Stufe mit Rekordweltmeister Michael Schumacher. Doch Hamilton ist das nicht genug. Der 35-Jährige spricht davon, ein „Vermächtnis aufzubauen, das über den Sport hinausgeht“.

Lewis Hamilton: Mehr als 17 Millionen Follower bei Instagram

Hamilton nutzt die Grand-Prix-Bühne schon seit längerem nicht nur für sportliche Themen. Er wirbt für vegane Ernährung, setzt sich für den Tierschutz ein, hat aber auch zusammen mit Tommy Hilfiger Modekollektionen entworfen. Er versucht sich immer wieder gerne auf für ihn fremdem Terrain. Zuletzt hat er sich fast täglich im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung zu Wort gemeldet. Seine Beiträge haben Gewicht, folgen ihm doch auf Twitter beinahe sechs Millionen Menschen, auf Instagram hat er mehr als 17 Millionen Abonnenten.

Die Träume von einem Vermächtnis sind dabei gar nicht so unrealistisch. Immerhin lässt sich ab dem Rennen in Spielberg am Wochenende bestaunen, welchen Einfluss Hamilton hat. Der bisher von Silber dominierte Mercedes-Rennwagen wird nun für die gesamte Saison schwarz lackiert. Auf Hamiltons Idee hin. Es ist ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Zudem hat sich das Mercedes-Team ebenso wie die Formel 1 ein Programm auferlegt, mit dem sie mehr Diversität und Chancengleichheit anstreben.

Lewis Hamilton und Mercedes sind das Maß der Dinge in der Formel 1.
Bild: Steve Etherington/MediaPortal Daimler AG, dpa

Hamilton ist der erste schwarze Weltmeister der Formel 1. Er ist damit der perfekte Botschafter für die Bewegung „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen). Und Hamilton ist ein Anhänger, ein Kämpfer dieser Bewegung. Im Londoner Hyde Park ging er mit Maske zu einer Demonstration. Auch in der Formel 1 möchte er Spuren hinterlassen. „Wir haben viel zu tun, aber ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam helfen können, diesen Sport zu verändern“, sagte Hamilton. Es wäre sein Vermächtnis. Auch sein sportliches Erbe wird gewaltig sein. Nicht wenige trauen ihm zu, dass er schon in diesem Jahr den siebten Weltmeistertitel einfährt.

Lewis Hamilton war als Kind schüchtern und zurückhaltend

Hamilton ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Seine Großeltern väterlicherseits stammen von der Insel Grenada. Sein Bruder Anthony ist ebenfalls Rennfahrer und leidet an den Folgen einer Kinderlähmung, die Bewegungsstörungen auslösen. Lewis Hamilton war als Kind schüchtern und zurückhaltend. Er wurde gemobbt und herumgeschubst. Mittlerweile ist er ein Star, der sich für andere einsetzt. Er liebt das Gitarrespielen und hasst es, in Hotels zu übernachten. Er braucht ohnehin nicht viel Schlaf, sechs Stunden reichen ihm. Gut so, ist sein Tag mit all den Projekten und Zielen doch vollgepackt.

Hören Sie sich zum Thema Rassismus auch unseren neuen Podcast an. In der aktuellen Folge spricht die Augsburger Stadträtin Lisa McQueen darüber, wie sie selbst mit Fremdenfeindlichkeit umgeht:

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