1. Startseite
  2. Politik
  3. Maas sucht Auswege aus der vergifteten Beziehung zur Türkei

Türkei

07.09.2018

Maas sucht Auswege aus der vergifteten Beziehung zur Türkei

Außenminister Heiko Maas und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu verabschieden sich nach dem Besuch der Deutschen Schule Istanbul.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Außenminister Heiko Maas will das deutsch-türkische Verhältnis wieder verbessern. Dafür stellt er aber auch Forderungen an die Regierung in Ankara.

Zum Abschied klopften sich die beiden Minister freundschaftlich auf die Schulter. „Dann mach’s gut“, sagte Heiko Maas seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu und lächelte mit ihm in die Kameras. Ganz so unkompliziert, wie die Szene nach dem Ende der Gespräche von Maas mit seinem türkischen Kollegen am Donnerstag in Istanbul zu suggerieren schien, sind die Bemühungen um eine Rückkehr zu normalen deutsch-türkischen Beziehungen jedoch nicht.

Maas will kritischen Dialog mit der türkischen Regierung führen

Dass er einen kritischen Dialog mit Ankara führen will, betonte Maas zu Beginn gleich mehrmals. Mit Cavusoglu sprach Maas unter anderem über in der Türkei inhaftierte Bundesbürger. Konkrete Ergebnisse konnte er nicht mit nach Hause nehmen. Vielmehr lehnte Cavusoglu die Forderung des Gastes ab, vor einer Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen müsse Ankara politisch „liefern“. Es könne keine Vorbedingung für die Normalisierung geben.

Mehr Gemeinsamkeit gab es mit Blick auf die Lage im syrischen Idlib, wo eine geplante Regierungsoffensive zu einer Fluchtwelle mit Auswirkungen bis nach Europa führen könnte. Maas betonte, die Bemühungen der Türkei, den Großangriff zu verhindern, müssten unterstützt werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Maas wollte nach eigenen Worten bei seinem ersten Besuch in der Türkei vor allem damit beginnen, das in den vergangenen Jahren zerrüttete deutsch-türkische Verhältnis wieder aufzubauen. „Es war ein guter Start“, sagte er, räumte aber ein: „Ein paar Dinge müssen gelöst werden.“ Mit den gegenseitigen Vorwürfen wie in den vergangenen zwei Jahren komme man nicht weiter. „Damit muss Schluss sein.“

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen in Paris unter anderem über die EU-Verteidigungspolitik. Foto: Christian Charisius
G20 in Argentinien

G20-Gipfel 2018 in Buenos Aires: Agenda und Teilnehmer

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket