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Helmut Kohl

15.02.2018

Maike Kohl-Richter übernimmt Klageverfahren ihres verstorbenen Mannes

Maike Kohl-Richter vor dem Oberlandesgericht Köln: Sie will das Klageverfahren ihres verstorbenen Mannes übernehmen.
Bild: Oliver Berg, dpa

Wegen des umstrittenen Buchs "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" wurde Altkanzler Kohl Schadenersatz zugesprochen. Das Oberlandesgericht Köln prüft, ob das auch nach dem Tod gilt.

Maike Kohl-Richter ist am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Köln erschienen, um dort ein Klageverfahren ihres gestorbenen Mannes Helmut Kohl zu übernehmen. Es geht dabei um die Klage des Altkanzlers gegen das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle". Das Landgericht Köln hatte dem früheren CDU-Politiker dafür zwei Monate vor seinem Tod eine Rekord-Entschädigung von einer Million Euro zugesprochen. Die beiden Autoren Heribert Schwan und Tilman Jens und die Verlagsgruppe Random House haben dagegen Berufung eingelegt.

Gilt Anspruch auf Entschädigung auch nach dem Tod?

Das Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob Kohls Entschädigungsanspruch mit seinem Tod erloschen ist oder auf seine Witwe und Erbin übergeht. In einer Stellungnahme an das Gericht vertreten Kohl-Richters Anwälte unter anderem die Überzeugung, dass für den ehemaligen Bundeskanzler andere Maßstäbe gälten. Er sei eine "absolute Person der Zeitgeschichte von herausragender Bedeutung", argumentieren sie. Auch im Interesse der Allgemeinheit müsse er deshalb vor "Geschichtsklitterung und Geschichtsfälschung" bewahrt werden. (dpa)

Helmut Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren. Das Bild zeigt ihn als siebenjährigen Schüler.
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Bild: Sven Simon

 

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