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Porträt

15.07.2014

Mario Götze - der Erlöser

Das ist das Ding: Mario Götze und der Weltpokal.
Bild: Markus Gilliar/ dpa

Der Allgäuer Mario Götze katapultiert sich mit dem goldenen Tor im WM-Finale in den Fußball-Olymp. Und glänzt mit einer Geste.

Der elfte Treffer in seinem 35. Länderspiel katapultiert den 22-jährigen Ostallgäuer aus dem monatelangen Formtief in den Fußball-Olymp. Der Offensiv-Allrounder vom FC Bayern München, der im beschaulichen 1700-Einwohner-Ort Ronsberg seine fußballerischen Wurzeln hat, erlöste mit seinem goldenen Tor die DFB-Auswahl von der Bürde 24 titelloser WM-Jahre. „Es dauert noch ein bisschen, bis man es realisiert und Distanz dazu gewonnen hat. Momentan ist es einfach ein schönes Gefühl“, sagte der umjubelte Matchwinner nach dem Endspiel.

Aus Brasilien grüßt er den verletzten Freund Marco Reus

Im ruhmreichsten Moment seiner Laufbahn grüßte Götze bei der Pokalübergabe mit einem Trikot seinen kurz vor der WM verletzten Kumpel Marco Reus. Eine Geste, die ins Bild passt. „Mario ist ein anständiger Junge, der das Herz am rechten Fleck hat“, sagt Thorsten Wach, Abteilungsleiter von Götzes Jugendverein SC Ronsberg und Ex-Nachbar der Götzes.

Götze will seinen Treffer "nicht zu hoch hängen"

Von nun an wird der Name dieses Jungen in einem Atemzug mit Helmut Rahn, Gerd Müller und Andreas Brehme genannt werden. Der Aufnahme in diesen illustren Kreis der entscheidenden Finaltorschützen aus den Jahren 1954, 1974 und 1990 wollte Götze just nach seiner Heldentat nicht zu viel beimessen. „Es zählt nur, dass wir Weltmeister geworden sind. Das Tor war ein Moment von ganz, ganz vielen, die wir hatten“, sagte der gebürtige Allgäuer: „Deshalb darf man das Tor nicht zu hoch hängen, auch wenn es für mich natürlich schön war.“

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"Der wird ein Großer", ahnte schon Götzes Jugendtrainer

In Ronsberg, wo „Götzinho“ bei den Minis und in der F-Jugend des hiesigen SC drei Jahre lang seine Fußballschuhe schnürte, hinterließen die fußballerischen Künste des Juwels früh bleibenden Eindruck.

Ähnlich wie Miroslav Klose an jenem Abend im Estádio Maracanã hatte Michael Schmalholz, Götzes erster Jugendtrainer in Ronsberg, bereits Jahre zuvor eine entscheidende Vorahnung. „So, wie Mario die Spiele schon als Knirps im Alleingang entschied, war klar: Er wird ein Großer“, erinnert sich Schmalholz. Für den 36-Jährigen ist der historische Geniestreich der Anfang einer glorreichen Laufbahn: „Wenn er verletzungsfrei bleibt und sich charakterlich so vorbildlich verhält, ist sein Weg noch lange nicht zu Ende.“

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