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Markus Söder geht in der Corona-Krise ein hohes Risiko ein

Markus Söder geht in der Corona-Krise ein hohes Risiko ein
Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
20.03.2020

Je schärfer die Maßnahmen der Regierung gegen das Coronavirus sind sind, umso lauter werden die Stimmen werden.

Eher selten wird einem schon beim Anschauen einer Rede des bayerischen Ministerpräsidenten klar, dass Geschichtsschreibung live zu besichtigen ist. Doch als Markus Söder am Freitag vor die Kameras trat, verhielt es sich so. Ausgerechnet im Freistaat Bayern, der Heimat von „Leben und leben lassen“, sollen Bürger ihr Zuhause nur noch unter strikten Auflagen verlassen dürfen.

Coronavirus: Merkel wirbt, Söder befiehlt

Es war Söder anzumerken, dass er selbst diese Wendung der Geschichte niemals vorher gesehen hätte. Das Coronavirus verändert alles – und vielleicht sind so drakonische Maßnahmen gerade wirklich alternativlos für Politiker, die keinen Infektionsschub zulassen dürfen. Söder wirkt in jedem Fall entschlossener als der Rest der Republik, auch als die Kanzlerin, die in ihrer TV-Ansprache eher warb als befahl. Für seine politische Zukunft kann ihm das nutzen, Helmut Schmidt ließ Entschlossenheit in einer Flutkrise zur Legende werden. Aber Söder geht mit seiner absoluten Entschlossenheit auch ein hohes Risiko ein. Die Debatte, welchen Preis die historisch einmalige Corona-Eindämmung fordern darf – gesellschaftlich, sozial, ökonomisch –, ist noch nicht richtig in Gang gekommen. Aber sie wird mit jedem Tag, den die Maßnahmen andauern, lauter werden.

Lesen Sie dazu auch: Die Corona-Krise hat den Showmaster Söder ernst werden lassen

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26.03.2020

Was Söder sich hier leistet ist schlichtweg eine Frechheit. Sich jetzt als absolut entschlossenen Politiker aufspielen, aber vor kurzen in Bayern noch Wahlen durchführen lassen. Unverantwortlich, aber wie immer geht es in der Politik um Macht und nicht um einzelne Menschen. Kein Wort dazu, wieviel Menschen bei den Wahlen wahrscheinlich infiziert wurden. Hoffe er wird dazu noch zur Rechenschaft gezogen.

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24.03.2020

Die Augsburger Allgemeine sollte sich langsam mal damit beschäftigen ob es nicht fahrlässig ist Leute mit einer aussage wie den Herrn Schmitz für sich schreiben zu lassen !! wir werden in einigen Wochen sehen wie unrecht er hatte , wenn es auch in Bayern über tausend Tote durch den Virus gibt . was gerade abgeht sehen wir ja in der Lombardei , auch da haben alle geglaubt das trift nur die dummen im Süden des Landes und es wurden sogenannte Corona Partis gefeiert um zu beweisen das alles nur ein dummes Gerede ist . die folgen davon sind tausende von toten und es geht erst richtig los ... ach ja und so ganz nebenbei wenn das Italienische Gesundheitswesen so schlecht wäre wie sie und viele andere Zeitungen immer berichten ??? warum ist der Altersdurchschnitt dann so viel Höher wie in Deutschland ??? ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu sagen in Deutschland tot in Italien lebe ich noch , deutsche Ärzte haben mich schon fast für einen Simulanten gehandelt weil sie angeblich nichts gefunden haben !! 35 immer alle 3 Jahre zum Kardiologen ,nie was gehabt !! immer schmerzen und beschwerten !! in Italien in ein Gesundheitszentrum , 2 tage später 8 stunden am offenen Herzen operiert und seit zwei Jahren geht das leben wieder richtig los , nicht wie 70 sondern wie 45 !! so ist das schlechte Gesundheitswesen in Italien , lach , nicht karte durchziehen und vertilg sondern wirklich helfen !!

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23.03.2020

Wir können froh sein, einen Ministerpräsidenten zu haben, der entschieden handelt anstatt zu labern. Meiner Meinung nach hätte er noch viel entschiedener handeln und Bayern komplett abschotten können, mit strengen Einreiskontrollen, vor allem an den Flughäfen. Hier geht es um kein Spiel. Menschen sterben, weil die globale Mobilität nicht rechtzeitig eingeschränkt wurde und sich ein gefährlicher Erreger ungehindert ausbreiten konnte!
Das einzige Risiko liegt darin, dass es der Wirtschaft nicht gut tut. Ein paar Querulanten, die sich ärgern, sind der Rede nicht wert. Die Mehrheit kapiert zumindest die Notwendigkeit mangels besserer Alternativen. Die Sonne kann man auch vor der Haustür genießen, mit seinem sozialen Umfeld telefonisch in Kontakt bleiben.

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21.03.2020

Das was Herr Söder derzeit an den Tag legt ist das mit Abstand beste was ein deutscher Politiker zur Zeit leisten kann. Souverän, Verantwortunsbewusst, Zielstrebig. Herr Söder sie verdienen meinen allerhöchsten Respekt. Ehre wem Ehre gebührt.
Bleibt nur zu hoffen das die Menschen endlich raffen wie ernst die Lage ist.

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21.03.2020

Was erzählt Herr Schmitz eigentlich neuerdings für Märchen? Jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch weiß seit dem massiven Ausbruch des Virus in Italien - und das ist ja nun schon einige Wochen her, dass wir mit dem Blick nach Italien unsere eigene Zukunft sehen.
Und von welchen drakonischen Maßnahmen spricht Herr Schmitz? Für jeden, der sich in den letzten Wochen vernünftig verhalten hat, änderte sich von gestern auf heute erst einmal gar nichts. Das wird aber tstsächlich noch ganz anders werden, wenn sich das Verhalten der Leute nicht schnell nachhaltig ändert. Ein politisches Risiko geht Söder mit seinen streberhaften und unsolidarischen Alleingängen auch nicht ein. Im Gegenteil, er arbeitet an seiner Karriere, medial unterstützt.

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21.03.2020

"Bayern vorn, wieder einmal. Gut so!"

Leider ist Bayern auch bei den Corona-Todesfällen ganz vorne mit dabei - mal abgesehen davon, dass das notorische "Bayern-vorn-Gelaber" gerade in diesen Zeiten reichlich albern erscheint. Söder selbst, dessen Führungsstil und neue Ernsthaftigkeit allen Respekt verdient, hat die peinliche "Bayerntümelei" zum Glück abgelegt. Was natürlich auch zu gewissen Vermutungen im Hinblick auf persönliche Ambitionen Anlass gibt.

Trotzdem:
Es ist höchst erstaunlich, wie schnell unter dem Druck der Ereignisse Söder und seine CSU eine "Verbotspolitik" praktizieren, gegen die alles, was die Grünen beispielsweise jemals im Interesse eines besseren Klimaschutzes an "Eingriffen in die persönliche Freiheit" forderten (Tempo 130 z. B.) geradezu lächerlich wirkt.
Deshalb liebe CSU: Willkommen im Club der "Verbotsparteien".

Die Maßnahmen sind angebracht und notwendig. Gelänge es nicht, die Entwicklung bei den Neuinfektionen auszubremsen, dürften apokalyptische Zustände, wie wir sie aus Norditalien kennen, auch hierzulande nicht verhindert werden können.

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21.03.2020

>> Leider ist Bayern auch bei den Corona-Todesfällen ganz vorne mit dabei ... <<

Sie verwechseln das mit einem sportlichen Wettbewerb?

Dazu sagt die Zahl nichts aus, v.a. wenn aktuell 9 von 20 Toten in Bayern aus einem Würzburger Pflegeheim kommen.

Die NULL kann nicht mal die Schweiz halten; es ist weder mit gutem medizinischen Niveau noch mit Verboten erreichbar.

Söder ist nun auf den sich abzeichnenden gemeinsamen europäischen Weg für Krisengebiete gewechselt; aber es ist schön, wenn Sie sowas wie in der Lombardei auch verhindern wollen.

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21.03.2020

Unser Land braucht Mutmacher, nicht Miesmacher!

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21.03.2020

Ihr Kommentar lässt leider den für mich wichtigsten Aspekt aussenden vor: wir, also die Gemeinschaft hatte es in der Hand diesen Schritt zu vermeiden, Teile dieser "Gemeinschaft" haben uns hier in ein großes Risiko geführt in dem man bei gutem Wetter zum Happening in den Englischen Garten, an den Tegernsee oder ins Gartencenter oder ins Cafe gegangen ist. Markus Söders Reaktion ist kein Risiko, schon gar nicht für ihn selbst, sondern alternativlos wenn Teile der Bevölkerung, sprechen wir es doch mal aus, sich schlicht asozial verhalten!

Politisches lavieren, Lagerkoller gegen schwerst Erkrankte oder sogar Tote zu stellen kann schwerlich der Weg sein! Man sagt ja eigentlich "wer nichts macht, macht auch nichts falsch". Aus meiner Sicht in diesem Fall absoluter Blödsinn - in solchen Situationen gehört Wille, Führungsstärke und Entscheidungskraft auf Basis von Fakten dazu - und ja, da geht man zwangsläufig ins Risiko. GUT SO!

Ich bin absolut kein Söder Freund aber aktuell sehr froh dass M. Söder hier das Heft des Handelns in der Hand hat und seiner Verantwortung nach kommt!

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20.03.2020

Ausgangssperren werden unter Umständen notwendig, weil es bei vielen Menschen zu lange dauert bis die neuen Regeln greifen. Das bedeutet noch lange nicht, dass Ausgangssperren unproblematisch sind. Selbst bedeutende Experten deuten darauf hin, dass Ausgangssperren sehr gut überlegt sein müssen. Auch in Bayern haben wir noch keine komplette Ausgangssperre, denn die Nachteile einer kompletten Ausgangssperre sind Söder durchaus bekannt.

Es ist zu hoffen, dass Experten entscheiden ob eine Ausgangssperre Deutschlandweit eingeführt wird.

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20.03.2020

Ausgangsbeschränkungen sind nach Einschätzung führender Experten notwendig, Söder zeigt Führungskraft. Bayern vorn, wieder einmal. Gut so!

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20.03.2020

Söder traut sich aus gutem Grund noch keine komplette Ausgangssperre zu. Es ist ihm die Angst vor der Wählerschaft anzusehen. Führende Experten raten zu Ausgangsbeschränkungen, das ist richtig. Allerdings für Ausgangssperren würde sich kaum einer entscheiden.

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20.03.2020


Herr Dr. S c h m i t z,

"...und vielleicht sind so drakonische Maßnahmen gerade
wirklich alternativlos für Politiker, die keinen Infektionsschub zulassen dürfen"

Das ist doch reichlich vage.

"Orientierung durch fundierte Meinungen" geben, so die
Unternehmensgrundsätze!

Würden Sie das Risiko eines Infektionsschubs eingehen
(zu Gunsten der Freiheit - s. Ihr Kommentar "Schaffen
wir gerade unsere Freiheit ab?") oder sehen Sie da
keine Gefahr?

Welche alternativen Maßnahmen sehen Sie?

.

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20.03.2020

Diese feinen Beobachtungen sind nicht das, was der geneigte Leser in dieser Situation von der Presse erwartet.

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20.03.2020

Da muss der Markus jetzt durch und, wenn er auch in anderen Dingen genauso konsequent bleibt, wird er vielleicht mal der Kurz von Deutschland.
Deutschland braucht Qualität & Durchsetzungsvermögen, auch in der Politik.

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20.03.2020

Risiko? Es wäre unverantwortlich wenn wir so weiter wurtschteln!! Er hat recht und ist konsequent, was schon viel früher hätte passieren müssen! Sonst haben wir bald italienische Verhältnisse...

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20.03.2020

(edit/mod/bitte posten Sie hier keine Hinweise auf Verschwörungsseiten)

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20.03.2020

lesen!

https://www.welt.de/gesundheit/article206667595/Wolfgang-Wodarg-Warum-dieser-Mann-die-Fakten-ignorieren-will.html

>> Es kursiert ein Video, in dem ein Mediziner Covid-19 kleinredet. Demnach ist das tödliche Virus nichts weiter als eine schamlose Übertreibung. Es sei alles nur eine Verschwörung, sagt er. Ein Faktencheck, der das Gegenteil beweist. <<

>> Karl Lauterbach, ebenfalls renommierter SPD-Gesundheitspolitiker und zurzeit wegen seiner Tätigkeit als Abgeordneter beurlaubter Direktor des Instituts für Epidemiologie an der Universität Köln, ist ehrlich entsetzt über die große Gemeinde, die Wodarg findet. Er reagierte erst bei Twitter, dann bei YouTube. „Blanker Unsinn!“ <<

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20.03.2020

Peter P. Ich habe diese Meinung auch gelesen.

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20.03.2020

Es geht nicht um Verschwörungsseiten es geht um andere Meinungen, die ich nicht teilen muß, die aber vorhanden sind.
Ich begreife Ihre Verhaltensweise nicht, in einer Demokratie sollte Jeder seine Meinung äussern dürfen auch wenn sie von uns als falsch empfunden wird.

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20.03.2020

>> Aber Söder geht mit seiner absoluten Entschlossenheit auch ein hohes Risiko ein. <<

Er geht NULL Risiko ein - und er treibt ein einheitliches europäisches Vorgehen voran.

https://www.tagesschau.de/inland/soeder-363.html

>> Die Maßnahmen folgten einhelligen Empfehlungen von Experten. Bayern werde sich ab sofort "eins zu eins" an Österreich orientieren. <<

Besser noch, er setzt dem politischen Gegner nach indem er voran geht. Seine Gegner kämpfen während der Inkubationszeit nach den Maßnahmen erst mal gegen eine Exponentialfunktion.

Frau Esken könnte ein Ausflug in die Realität/Lombardei nicht schaden.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/coronakrise-spd-chefin-esken-im-interview-ich-finde-ausgangssperren-problematisch/25662012.html?ticket=ST-992287-3YPjxpSke1RPPIrZEtrd-ap6

„Ich finde Ausgangssperren problematisch“

Und ich finde Leichensäcke problematisch...

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_87555640/coronavirus-in-italien-tragische-bilder-armee-transportiert-leichen-ab.html

>> Ein Armeesprecher bestätigte am Donnerstag, 15 Laster und 50 Soldaten seien abkommandiert worden, um die Leichen der Verstorbenen in benachbarte Provinzen zu bringen. <<

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21.03.2020

Es mag ja sein, dass Sie eine Ausgangsbeschränkung mit einer Ausgangssperre gleichsetzen. Führende Experten sehen in einer Ausgangssperre mehr Nachteile als Vorteile. Selbst Söder findet eine Ausgangssperre problematisch.

Frau Saskia Esken findet Ausgangssperren ebenfalls problematisch.
Deshalb Ausgangssperren gleich Leichensäcke gegenüberstellen scheint erheblich problematischer zu sein. Ganz abgesehen davon, dass Sie in diesem Zusammenhang auch noch auf die Leichen der Verstorbenen zeigen wirkt sehr geschmacklos.

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20.03.2020

Ja - das Risiko ist hoch das der MP eingeht. Und wie das bei hohen Risiken ist - man kann hoch gewinnen oder hoch verlieren. Ich tippe mehr auf letzteres. Warum? Die 90%ige Ausgangsbeschränkung wird kaum den gewünschten Erfolg bringen. Denn die wirklichen Übertragungs- oder Ansteckungspunkte sind noch zu 100% offen auch wenn die Regeln zum Betreten und Verlassen, ich meine die Lebensmittelgeschäfte jeder Couleur, verschärft wurden. In meinen Augen hilft wirklich nur folgende Strategie: 1. Risikopersonen (Vorerkrankungen und Alter über 70) sollten b.a.w. besonders obacht geben (kaum (keine geht wohl nicht) soziale Kontakte und zu Hause bleiben. 2. Der Rest der Bevölkerung soll sich eben nach den 1000x durchgekauten Regeln (Hygiene, genügend Abstand ...) verhalten, kann aber das öffentliche Leben aufrecht erhalten. Wirkliche Entspannung wird es erst bei Immunität(wie immer man auch dazu kommt) der Menschen geben.

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