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AfD-Parteitag

01.12.2019

Mein rechter, rechter Platz bleibt leer: Tino Chrupalla ist der neue AfD-Bundessprecher

Tino Chrupalla ist Bundestagsabgeordneter, Malermeister - und seit Samstag auch Nachfolger von Alexander Gauland als Bundessprecher der AfD. Zudem wurde Jörg Meuthen wiedergewählt.
Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa

Der Nachfolger von Alexander Gauland als AfD-Chef heißt Tino Chrupalla. Gemeinsam mit Jörg Meuthen soll er die Partei führen. Ein starker Rechtsruck bleibt aus.

Was die Beteiligung von Männern und Frauen angeht, bietet die AfD nicht wirklich eine Alternative. Beim Bundesparteitag in Braunschweig wurde erneut deutlich, dass vor allem Männer das Gerüst der Partei bilden. Sie stellen die Mehrheit unter den 600 Delegierten, der Kontrast etwa zur CDU, die letzte Woche mit ihrem Parteitag dran war, könnte größer kaum sein. Auch die Parteiführung bleibt männlich. Jörg Meuthen wurde in Brauschweig im Amt bestätigt, für Alexander Gauland rückte Tino Chrupalla nach. Der absolute Rechtsruck, etwa durch einen neuen Vorsitzenden vom extrem rechten AfD-"Flügel", blieb damit aus.

Chrupalla folgt auf Gauland - der absolute Rechtsruck der AfD bleibt damit aus

Mit Chrupallas Wahl verjüngt sich Alternative für Deutschland deutlich. Alexander Gauland, Mitbegründer der Partei, ist 78 Jahre alt und hatte bereits vor dem Parteitag erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Gauland ist auch noch Co-Chef der AfD-Fraktion im Bundestag und er hatte in den letzten Wochen keinen Hehl daraus gemacht, dass ihn beide Jobs ganz schön stressen. Gauland hatte gleichzeitig Chrupalla als seinen Nachfolger vorgeschlagen.

Chrupalla ist 44 Jahre alt, das ist jung für einen Parteivorsitzenden. Nach Gaulands Empfehlung galt es zunächst als sicher, dass der Malermeister aus Sachsen konkurrenzlos gut abschneiden würde. Doch dann tauchte plötzlich der Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio auf, der in der AfD ob seiner Rhetorik viele Fans hat. Curio nannte, da gehörte er noch dem Berliner Abgeordnetenhaus an, verschleierte Frauen einen "schwarzen Sack, einen Sack, der spricht". Im Bundestag erklärte er: "Masseneinwanderung ist auch Messereinwanderung".

Mein rechter, rechter Platz bleibt leer: Tino Chrupalla ist der neue AfD-Bundessprecher

Der 59-Jährige Curio rückte Gaulands Liebling in Braunschweig dicht auf die Pelle: Chrupalla gewann in einer Stichwahl mit 54,51 Prozent. Zuvor hatte es einen ersten Wahlgang gegeben, weil auch die niedersächsische Landesvorsitzende Dana Guth kandidiert hatte. Beide, Chrupalla wie Curio, stehen nicht etwa für einen gemäßigteren Kurs in der AfD. Es hätte aber noch schärfer kommen können, wie der Auftritt von Wolfgang Gedeon zeigte.

Meuthen bleibt Bundessprecher - Weidel neue Vizevorsitzende

Gedeon hatte sich bei der ersten Vorsitzenden-Wahl gegen Meuthen in Position gebracht. Er war nach Antisemitismusvorwürfen in Baden-Württemberg aus der Landtagsfraktion ausgeschlossen worden, in Braunschweig war er nicht willkommen. Viele Delegierte hielten bei seiner Bewerbungsrede Karten mit dem Aufdruck "Nein" in die Höhe, rund 100 von ihnen verließen aus Protest den Saal. Gedeon bekam am Ende 23 Stimmen.

Diesen Wahlgang gewann Jörg Meuthen. Der 58-Jährige bekam 69,18 Prozent und schlug damit neben Gedeon auch die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst aus dem Feld. Meuthen bekräftigte, was er nach den für die AfD so erfolgreichen letzten Landtagswahlen schon erklärt hatte. Für ihn ist die Partei auf einem guten Weg, Regierungsverantwortung übernehmen zu können. Meuthen bezeichnete seinen politischen Kurs als "konservativ, freiheitlich und patriotisch" und wandte sich gegen einen noch stärkeren Rechtsauschlag seiner Partei.

Überraschend wurde Co-Fraktionschefin Alice Weidel in Braunschweig zur Vizevorsitzenden gewählt. Sie ist damit die einzige Frau in der AfD, die eine erhebliche Machposition innehat.

AfD: Lautstarke Proteste begleiten Parteitag in Braunschweig

Der von Polizisten aus mehreren Bundesländern geschützte Parteitag mit knapp 600 Delegierten wurde von lautstarken Protesten begleitet. Zum Auftakt demonstrierten schon am Morgen mehrere hundert Menschen. Sie riefen unter anderem "AfD Faschistenpack - wir haben Euch zum Kotzen satt". Am Nachmittag waren nach Angaben der Organisatoren 15.000 Menschen auf der Straße. Die Polizei nannte zunächst keine Zahlen. Sie hatte die Halle weiträumig abgesperrt und war mit starken Kräften präsent. Auch Wasserwerfer standen bereit. Die Proteste blieben nach ihren Angaben weitgehend friedlich. Der "Volkswagen"-Schriftzug an der Halle war auf Betreiben des Autokonzerns abgedeckt worden.

Volkswagen ließ den Schriftzug "Volkswagen Halle" im Vorfeld des AfD-Parteitags "neutralisieren" - wohl aus Angst, die Marke könne mit der Partei in Verbindung gebracht werden.
Bild: Sina Schuldt, dpa

Die Delegierten lehnten es ab, das Verhältnis zur Identitären Bewegung neu zu regeln. Ein Antrag, diese vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung von der Unvereinbarkeitsliste zu streichen, wurde nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Hätte er Erfolg gehabt, hätten Mitglieder der Identitären Bewegung künftig auch in die AfD eintreten können. (mit dpa)

Aktuelle Neuigkeiten zur AfD finden Sie in unserem News-Blog: Meuthen und Chrupalla bilden neues AfD-Spitzenduo.

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01.12.2019

@ Alfred W. 16:12 Uhr
>>Zitat: " Es geht um den Erhalt unseres Rechtsstaates." Genau deswegen ist die AFD angetreten und auch gewählt worden.<<

Wohl keine andere Parlamentspartei hat so viele Kriminelle in ihren Reihen wie die AFD.

7.5.18 https://www.stern.de/politik/deutschland/afd--so-kriminell-sind-die-abgeordneten-der-rechtspopulisten-7973706.html

So kriminell sind die Abgeordneten der AfD

Raimund Kamm

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01.12.2019

"Curio nannte, da gehörte er noch dem Berliner Abgeordnetenhaus an, verschleierte Frauen einen "schwarzen Sack, einen Sack, der spricht". Im Bundestag erklärte er: "Masseneinwanderung ist auch Messereinwanderung"."
.
Was ist falsch an diesen Aussagen?

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01.12.2019

So verächtlich sollte man nicht über Frauen sprechen, auch wenn einem das Outfit nicht gefällt!
Auch über Nonnen wird man so etwas als anständiger Mensch nicht sagen.

Dass Masseneinwanderung Messereinwanderung sei, ist genauso falsch wie es eine Aussage wäre: Massentourismus ist Alkoholikertourismus.

Raimund Kamm


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01.12.2019

Zuerst werden Menschen als Sack bezeichnet und dann wird der Sack abgestochen. Die gleiche Sprache wie die NSDAP. Ergebnis: Millionen von Toten.

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02.12.2019

Dann sind nach Ihrer Logik folgende Aussagen ebenfalls richtig:

Thailandtourismus ist Pädophilentourismus

Deutsche laufen biertrinkend mit Lederhose und Pickelhaube rum

Vollverschleierung gefällt mir auch nicht. Das Kopftuch finde ich auch schon nicht super. Und ob das im Islam vorgeschrieben ist, sei mal überhaupt dahingestellt. Aber die Trägerinnen mit einem Gegenstand zu vergleichen, bedeutet diesen das Menschsein abzusprechen. Genauso mit Pauschalierungen von Menschengruppen. Dadurch wird der einzelne (meist unschuldige) entmenschlicht, das Mensch sein und die damit verbundene Menschenwürde abgesprochen.

In der Geschichte gibt es genügend solcher Beispiele. Kapitalisten, Armenier, Indianer, "Neger", Christen, Juden, ....



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01.12.2019

Ein liebevoller Artikel der da geschrieben wurde. Der Autor wünscht sich wohl eine wählbare AfD. Der Artikel liest sich so, als wäre die AfD keine rechtssaußen Partei. Der von Herrn Gauland installiert Nachfolger wird sicher in die Fußstapfen des Herrn Gauland treffen, der das mit den Nazimorden als "Vogelschiß" angetan hat.
Wann wachen die Demokraten endlich auf? Es geht um den Erhalt unseres Rechtsstaates.

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01.12.2019

Zitat: " Es geht um den Erhalt unseres Rechtsstaates." Genau deswegen ist die AFD angetreten und auch gewählt worden.

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02.12.2019

>> Ein liebevoller Artikel der da geschrieben wurde. Der Autor wünscht sich wohl eine wählbare AfD. Der Artikel liest sich so, als wäre die AfD keine rechtssaußen Partei. <<

Es ist genau dieses gezielte Falschverstehen aus dem linken Spektrum, es ist diese jederzeitige Bereitschaft zur attackieren ohne zu diskutieren, die zusehends um sich greift. (edit/mod)

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