1. Startseite
  2. Politik
  3. Menschenrechtler: Erneut Luftangriffe auf Idlib

Rebellenhochburg

09.09.2018

Menschenrechtler: Erneut Luftangriffe auf Idlib

Eine Rauchwolke steigt nach einen Luftangriff der syrischen Regierung auf Hobeit bei Idlib auf. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP
6 Bilder
Eine Rauchwolke steigt nach einen Luftangriff der syrischen Regierung auf Hobeit bei Idlib auf.
Bild: Syrian Civil Defense White Helmets/AP (dpa)

Die Luftangriffe im syrischen Idlib haben offenbar erneut eingesetzt. Beobachter rätseln, ob die befürchtete Großoffensive bereits startet.

Nach einer relativ ruhigen Nacht im syrischen Idlib haben die Luftangriffe auf die Rebellenhochburg Menschenrechtlern zufolge am Sonntag erneut eingesetzt.

Im Süden der Provinz und im Norden der angrenzenden Region Hama hätten russische Flugzeuge 14 Bombardements ausgeführt. Die Luftwaffe der Regierung habe zudem mindestens 25 Fassbomben über Rebellengebieten abgeworfen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Eine Zahl von Toten und Verletzten wurde zunächst nicht genannt.

Am Samstag hatten russische Kampfjets und die syrische Luftwaffe die schwersten Angriffe auf Idlib seit einem Monat geflogen. Dazu gab es Beschuss mit Artillerie und Raketen. Wegen der Angriffe seien in den vergangenen zwei Tagen etwa 5000 Menschen innerhalb der Region geflohen. Ob es sich schon um den Start der befürchteten Großoffensive handelt, bewerteten Beobachter aber zurückhaltend.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hatte dort in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen und mit einer Offensive gedroht. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen. Syrien und sein Verbündeter Russland wollen in Idlib nach eigenen Angaben "Terroristen" bekämpfen. In der Region ist die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Scham, die sich früher Al-Nusra-Front nannte, sehr stark. (dpa)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Kinder in der Kita
Bertelsmann-Studie

Geld vom Staat kommt bei Kindern in armen Familien an

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen