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Klima

22.09.2019

Merkel und Kramp-Karrenbauer fliegen getrennt in die USA

Kanzlerin Merkel und CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer fliegen am Sonntag zu getrennten Terminen in die USA. Eine gemeinsame Anreise wird es nicht geben - die Gründe sind unbekannt.
Bild: Michael Kappeler, dpa (Archiv)

Ziel und Reisezeit sind fast identisch - und doch fliegen Kanzlerin Merkel und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer mit zwei Maschinen in die USA.

Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) fliegen zwei Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets der großen Koalition an diesem Sonntag fast zeitgleich in zwei Maschinen der Luftwaffe an die US-Ostküste. Merkel fliegt zum UN-Klimagipfel am Montag und nimmt anschließend an der UN-Generaldebatte ab Dienstag in New York teil, Kramp-Karrenbauer fliegt zu einem Treffen mit ihrem amerikanischen Kollegen Mark Esper. Fliegen ist besonders klimaschädlich.

Kanzleramt: "Mitflug Kramp-Karrenbauers nicht gewünscht"

Ursprünglich war geplant, dass Kramp-Karrenbauer mit ihrer Delegation in der Kanzler-Maschine mitfliegt, in der auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) reisen. Der Airbus A340 sollte erst in New York zwischenlanden und dann weiter nach Washington fliegen. Weil Kramp-Karrenbauer bereits am Montagabend nach Deutschland zurückfliegt, wollte sie eine normale Linienmaschine nehmen. Die Flugtickets waren bereits bestellt. 

Doch dann soll nach Informationen der Bild am Sonntag aus Regierungskreisen das Kanzleramt dem Verteidigungsministerium signalisiert haben, dass ein Mitflug Kramp-Karrenbauers nicht gewünscht sei und die Anreise eigenständig erfolgen solle. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Zeitung: "Im Zuge der Planungen dieser Reise haben wir uns bemüht, den Einsatz der Flugzeuge zu optimieren."

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Regierung nennt keine Gründe für getrennte Flüge

Flugplanung und Flugzeugmuster richteten sich nach dem Zielflughafen, der Flugstrecke, der Delegationsgröße und den terminlichen Verpflichtungen der Regierungsmitglieder. Ein konkreter Grund für die getrennte Anreise wurde demnach nicht genannt. (dpa)

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22.09.2019

Klimaschutz ist das eine.
Eine Diskussion über die Zusammensetzung deutscher Delegationen das andere.

Wer jetzt festlegen möchte, welche Regierungsmitglieder und Parteivorsitzende gemeinsam oder getrennt zu fliegen haben, erweist dem Klimaschutz einen Bärendienst.

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