Migration: Warum Horst Seehofer nicht Recht hat

06.09.2018

CSU-Chef und Innenminister Seehofer übernimmt zunehmend die Rhetorik der AfD. Dabei gibt es neben der Migration auch andere Themen, die die Politik herausfordern.

Die parlamentarische Sommerpause ist vorbei, und Innenminister Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel machen da weiter, wo sie im Frühsommer aufgehört haben: Sie streiten über die Flüchtlingspolitik.

Es ist der unverändert ungelöste Grundkonflikt um die Beurteilung dessen, was vor genau drei Jahren geschehen ist, der Seehofer und Merkel und mit ihnen die bürgerlichen Schwesterparteien spaltet. Und wie vor der Sommerpause stellt Horst Seehofer mit seiner neuerlichen Aussage die Autorität der Kanzlerin infrage und benennt bereits die Schuldige, falls seine CSU bei den Landtagswahlen am 14. Oktober schlecht abschneidet.

Es gibt zahllose andere Probleme, die nichts mit Migration zu tun haben

Selbstverständlich ist Migration ein wichtiges Thema, die damit verbundenen Probleme sind bekannt, aber es gibt zahllose andere Probleme, die nichts mit der Migration zu tun haben, die schon vorher bestanden und unabhängig vom September 2015 die Politik herausfordern. Mehr und mehr übernimmt Horst Seehofer die Argumentation wie die Rhetorik der AfD im Glauben, sie damit klein halten zu können. Fehlt nur noch, dass auch er fordert: Merkel muss weg!

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