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Mikroplastik
13.06.2019

Jeder Mensch isst eine Kreditkarte pro Woche

Laut Statistik isst jeder Mensch pro Woche so viel Mikroplastik, dass es dem Gewicht einer Kreditkarte entspricht.
Foto: Jörg Carstensen, dpa (Symbolbild)

Eine Studie des WWF hat errechnet, wie viel Mikroplastik wir aufnehmen. Es ist nicht das einzige unfreiwillige Nahrungsmittel.

Na, heute schon einen kräftigen Schluck Wasser aus der Plastikflasche genommen? Einen Löffel Honig in den Tee gegeben oder ein Lachsbrötchen verputzt? Dann ist zumindest Ihr Mikroplastik-Haushalt ausgeglichen. Laut einer Studie der Umweltorganisation WWF nimmt jeder Mensch weltweit durchschnittlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche auf. Wer es gerne anschaulicher möchte: Das entspricht in etwa dem Gewicht einer Kreditkarte.

Mikroplastik ist in der Nahrung, im Trinkwasser und in der Luft

Nachgewiesen werden die winzigen Kunststoffteilchen inzwischen fast überall in unserer Nahrung, im Wasser und sogar in der Luft – entkommen kann dem Mikroplastik also keiner. Inwieweit die Aufnahme von Mikroplastik schädlich für die Gesundheit ist, ist derzeit noch nicht erforscht. Wer jetzt trotzdem einen leichten Würgereiz verspürt, dem sei gesagt: Plastik ist nicht das einzige unfreiwillige Gar-nicht-mal-so-super-Food, das wir uns einverleiben. Die Kosmetikfirma Raw Natural Beauty hat einmal ausgerechnet, dass Frauen im Laufe ihres Lebens 3,5 Kilogramm an Lippenstift essen.

 

Das wären ungefähr 875 Produkte, die durch das unbewusste Abschlecken der Lippen im Magen landen. Angeblich verschluckt der Mensch außerdem bis zu acht Spinnen pro Jahr im Schlaf – zumindest das Gerücht hält sich seit Jahren hartnäckig. Beweisen lässt es sich nicht – anders als das Mikroplastik lassen sich Achtbeiner im menschlichen Körper nicht mehr nachweisen.

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