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Münchner Sicherheitskonferenz
03.02.2014

Helmut Schmidt und Henry Kissinger: Die Weisheit der alten Männer

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt raucht auf der Sicherheitskonferenz in München.
Foto: Sebastian Zwez/Munich Security Conference (dpa)

Helmut Schmidt und Henry Kissinger diskutieren nach 50 Jahren bei der Münchner Sicherheitskonferenz immer noch mit. Die hochbetagten Männer haben nach wie vor viel zu sagen.

Der eine war Senator der Polizeibehörde in Hamburg, der andere Harvard-Professor. Beide nahmen 1963 an der ersten Münchner Sicherheitskonferenz teil, die damals noch „Wehrkundebegegnung“ hieß und im Hotel Regina zeitgleich mit einer Faschingsveranstaltung stattfand: Helmut Schmidt und Henry Kissinger. 50 Jahre später sind sie immer noch dabei – hoch betagt, aber sie haben viel zu sagen.

Helmut Schmidt: Gänzlich uncharmant wie immer

Helmut Schmidt, der beliebteste Bundeskanzler der Deutschen, hält sich mit seinen 95 Jahren nicht lange mit Dingen auf, die ihm nicht wichtig sind. Gänzlich uncharmant ignoriert er die Fragen des Moderators Josef Joffe, wie Schmidt Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit: Ist die Welt in den letzten 50 Jahren sicherer geworden? Soll auf Konferenzen das Rauchverbot fallen? Keine Frage für den Altkanzler: Er raucht sowieso, Verbot hin oder her. Aber vor allem will der einst als Weltökonom verehrte wie gefürchtete Schmidt sofort zu dem Thema kommen, das ihm heute wichtig ist: das rasante Wachstum der Erdbevölkerung. Im 20. Jahrhundert habe sich die Anzahl der Menschen vervierfacht – „eine Explosion wie noch nie“. Für Schmidt ergeben sich daraus auch Folgen für die Sicherheit: Massen, die in Großstädten leben, seien „leichter zu verführen“ als Menschen, die in Dörfern wohnen. „Aber die Regierenden haben noch nicht gelernt, damit richtig umzugehen.“ Die Sicherheit aufrechtzuerhalten sei Sache der Polizei – keinesfalls des Militärs. Das werde immer wieder missachtet.

Kissinger mit scharfem analytischem Verstand

Kissinger, 90, der US-Außenminister, der die Friedensverhandlungen zum Ende des Vietnam-Kriegs führte und dafür den Friedensnobelpreis erhielt, blickt immer noch mit scharfem analytischen Verstand auf die Welt. Europa wolle sich heute nicht mehr auf Kriege einlassen und strebe vor allem danach, den erreichten Lebensstandard zu sichern, sagt er. Die asiatischen Staaten dagegen verhielten sich wie die Europäer im 19. Jahrhundert: „Sie schließen militärische Konflikte nicht aus.“ Für die Beziehungen zwischen China und den USA rät Kissinger: „Beide Seiten müssen aufpassen, dass marginale Streitpunkte nicht eskalieren.“ China und Japan wiederum sollten sich darüber klar werden, dass „keine Seite Probleme mit militärischer Gewalt lösen darf“.

Zur Diskussionsrunde gehört auch der frühere französische Präsident Valérie Giscard d’Estaing, 88, einst Partner Schmidts in dessen Kanzlerzeit. Er sieht innerhalb Europas „das Konzept des Krieges abgeschafft“, Kriege gebe es vor allem „in der Welt außerhalb Europas“. Aber, so warnt er, dafür träten „neue Formen der Gewalt“ auf und es gebe mehr Flüchtlinge.

Schmidt: EU darf nicht weiter vor sich "hinwursteln"

Dann gibt es doch noch eine Frage an Helmut Schmidt. Ob die Nato in 50 Jahren noch existiert? „Das ist mir ziemlich gleichgültig“, antwortet dieser zum Erstaunen des Publikums. Um dann zu erläutern: „Wenn die EU weiter vor sich hinwurstelt, kann es sein, dass die Nato noch da ist, aber die EU nicht.“ Sie müsse endlich die Finanzmärkte kontrollieren. „Sonst gibt es keine Garantie für die nächsten 50 Jahre.“

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