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25.03.2009

Müntefering wünscht sich Schröder zurück

Müntefering wünscht sich Schröder zurück
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Auch nach dem Appell von Bundespräsident Horst Köhler zum Verzicht auf weitere "Schaukämpfe" gehen in der Koalition die Feindseligkeiten unvermindert weiter.

SPD-Chef Franz Müntefering warf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Gesetz zur Bekämpfung von Steueroasen Wortbruch vor. Die Regierungschefin habe auch bei diesem Punkt abermals Absprachen mit der SPD nicht eingehalten, sagte er der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). "So geht das nicht, Frau Merkel. Was man international fordert, muss man auch national umsetzen", betonte er.

Mit Blick auf Merkels SPD-Vorgänger Gerhard Schröder sagte Müntefering: "Ich wünschte mir, er wäre es noch, gerade jetzt in Zeiten der Krise." Wenn Schröder von einer richtigen Sache überzeugt gewesen sei, "dann hat er dafür gekämpft - ohne Rücksicht auf den eigenen Machterhalt. Für ihn galt: Erst das Land. Das vermisst man bei Frau Merkel." Die Kanzlerin stimme dagegen "im Zweifel auch gegen sich selbst. Das wird ihrer Kanzlerrolle nicht gerecht."

"Falsch und abwegig" nannte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla die Vorwürfe. "Wenn Müntefering sich Schröder als Kanzler zurückwünscht, dann erfährt man, was die SPD von ihrem eigenen Kanzlerkandidaten (Frank-Walter) Steinmeier hält. Offenbar herzlich wenig", meinte Pofalla. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer forderte die SPD auf, ihre "diffamierenden Angriffe" auf die Kanzlerin und die Union einzustellen. Die Koalition müsse "mit Anstand" ihre Arbeit zu Ende bringen.

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