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NS-Prozess
29.03.2020

Ehemaliger KZ-Wachmann (93) steht vor Gericht - warum erst jetzt?

Bruno D. war Wachmann im Konzentrationslager Stutthof. Jetzt, über 70 Jahre danach, muss er sich dafür vor dem Landgericht Hamburg verantworten.
Foto: Markus Scholz, dpa

Plus Bruno D. war Wachmann im KZ Stutthof. Lange hat das die Justiz nicht gekümmert. Jetzt steht er vor Gericht. Über Schuld, Verantwortung und die Rolle des Staats.

Manche sterben leise. Aber da sind auch die verzweifelten Todesschreie, die aus dem kleinen Backsteinbau über das Gelände hallen. Bruno D. hört sie. Er ist Wachmann im Konzentrationslager Stutthof, knapp 40 Kilometer von Danzig entfernt, und beobachtet immer wieder, wie Menschen in den Backsteinbau geführt werden. Nach ein paar Minuten verstummen die Schreie. Unter den Wachleuten kursieren Gerüchte, was mit den Menschen dort, in der Gaskammer, passiert. Das Wort „Judenvernichtung“ fällt. Bruno D. ist ein junger Erwachsener, inmitten eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

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