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USA

13.11.2018

Nach Zwischenwahlen: Demokraten deutlich stärker als gedacht

Die Demokraten haben gegenüber dem Wahlabend mindestens drei Sitze im Repräsentantenhaus und zwei Senatorenposten hinzugewonnen. US-Präsident Donald Trump dürfte "not amused" sein.
Bild: Manuel Balce Ceneta, AP/dpa (Symbolbild)

Mit Verzögerung zeigen sich spektakuläre Wahlerfolge der US-amerikanischen Zwischenwahlen. Die Verluste der Demokraten fallen geringer aus als angenommen.

Die Video-Botschaft, die Martha McSally am Montagabend bei Facebook veröffentlichte, war klar: „Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagte McSally. Ihre Niederlage gestand sie offen ein: „Ich habe eben Kyrsten Sinema angerufen und ihr gratuliert, dass sie nach einem harten Kampf die erste weibliche Senatorin Arizonas wird.“

Mit dem ersten Erfolg bei einer Senatswahl im konservativen Wüstenstaat Arizona seit 30 Jahren verfestigt sich ein seit Tagen spektakulär positiver Trend für die Partei. War ihre Bilanz bei den Zwischenwahlen nach Schließung der Wahllokale am 6. November zunächst eher durchwachsen ausgefallen, so spricht die Nachrichtenagentur AP inzwischen vom „größten Wahlerfolg der Demokraten bei Midterm-Wahlen“ seit der Watergate-Affäre Anfang der 70er Jahre.

Die Verluste der Demokraten im Senat sind deutlich geringer als erwartet

Die Demokraten haben gegenüber dem Wahlabend mindestens drei Sitze im Repräsentantenhaus und zwei Senatorenposten hinzugewonnen, und der Vorsprung der republikanischen Kandidaten bei den Gouverneurswahlen in Florida und Georgia schrumpft. In beiden Bundesstaaten wurden die Gerichte angerufen. Im Repräsentantenhaus ist den Demokraten die Mehrheit sicher: Aktuell kommen sie auf 227 der 435 Sitze. Der Daten-Guru Nate Silver erwartet, dass es am Ende 232 sein könnten, was einem beachtlichen Zugewinn von 37 Mandaten entspräche. Im Senat ist der Machtwechsel zwar gescheitert. Doch die Verluste der Demokraten (bislang ein Sitz) sind deutlich geringer als erwartet. Bei den Gouverneurswahlen konnten die Demokraten die Zahl ihrer Regierungschefs von 16 auf 23 erhöhen.

Das Hauptaugenmerk der amerikanischen Öffentlichkeit richtet sich nun auf Florida. Dort liegen die Republikaner Rick Scott bei den Senats- und Ron DeSantis bei den Gouverneurswahlen mit 0,2 und 0,4 Prozentpunkten denkbar knapp vorne.

Per Twitter hat Trump ohne jeden Beleg einen drohenden Wahlbetrug in Florida angeprangert: „Eine ehrliche Stimmzählung ist nicht mehr möglich. Das Ergebnis der Wahlnacht muss gelten“.

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