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18.06.2009

Nordkorea setzt scharfe Töne fort

Nordkorea setzt scharfe Töne fort
Bild: DPA

Seoul (dpa) - Nordkorea setzt seine scharfen Töne gegen Südkorea und die USA fort. Das kommunistische Regime in Pjöngjang beschuldigte das südliche Nachbarland in einem Kommentar der offiziellen Zeitung "Rodong Sinmun", die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel an den Rand eines Krieges zu treiben.

Nach einem am Donnerstag veröffentlichen Expertenbericht verfügt das Nordkorea über einige tausend Tonnen Chemiewaffen und die Fähigkeit, tödliche Viren zu züchten.

Die Situation sei "angespannter denn je", heißt es in der offiziellen Zeitung. Den USA wurde zugleich unterstellt, zusammen mit ihren Verbündeten eine Verleumdungskampagne gegen Pjöngjang im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu betreiben. Dadurch sei die Gefahr eines Angriffs auf Nordkorea gestiegen.

US-Präsident Barack Obama und sein südkoreanischer Kollege Lee Myung Bak hatten am Dienstag in Washington ihre harte Haltung im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm bekräftigt. Obama hatte die internationale Gemeinschaft zu entschlossenem Handeln aufgerufen, um die UN-Sanktionen gegen Nordkorea mit "robusten Kräften" durchzusetzen. Der Weltsicherheitsrat hatte am vergangenen Freitag einstimmig schärfere Sanktionen als Antwort auf den zweiten nordkoreanischen Atomtest vom 25. Mai verhängt.

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Nach dem Bericht einer Expertengruppe verfügt Nordkorea über einige tausend Tonnen Chemiewaffen. Die nordkoreanische Volksarmee lagere etwa 2500 bis 5000 Tonnen chemische Kampfstoffe, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der renommierten nicht- staatlichen International Crisis Group (ICG).

Mit den Mengenangaben bestätigte die Organisation Schätzungen des südkoreanischen Verteidigungsministeriums zu biochemischen Waffen in Nordkorea. Nach Angaben Südkoreas verfügt das Nachbarland außerdem über die Fähigkeit, tödliche Viren zu züchten. Die Vorräte scheinen nicht angewachsen zu sein, doch reichten sie aus, "Südkorea umfassende zivile Verluste zuzufügen", hieß es.

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