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US-Präsident auf Deutschlandvisite

05.06.2009

Obama besucht Konzentrationslager

Gedenken in der Normandie
Bild: DPA

Deutschland im Obama-Fieber. Am Nachmittag besucht der US-Präsident das Konzentrationslager Buchenwald. Dazu hat er einen persönlichen Bezug.

Dresden (AZ). US-Präsident Barack Obama sieht den Besuch des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Buchenwald als einen sehr wichtigen Teil seiner Deutschland-Visite.

Der Besuch sei ihm auch ein persönliches Anliegen, sagte Obama am Freitag in Dresden. Sein Großonkel Charles Payne habe zu jener US-Einheit gehört, die im April 1945 das Zwangsarbeiterlager Ohrdruf befreite, eine Außenstelle des Konzentrationslagers in der Nähe von Weimar. Es habe viel Zeit gebraucht, bevor sein Großonkel diese Eindrücke verarbeiten konnte.

Im Konzentrationslager Buchenwald waren von 1937 bis 1945 mehr als 250.000 Menschen eingesperrt. Etwa 56.000 Häftlinge starben an den unmenschlichen Bedingungen im Lager, der Zwangsarbeit oder wurden von den Nationalsozialisten umgebracht. Die Führung Obamas durch das Lager hat der 80-jährige Holocaust-Überlebende und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel übernommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich beeindruckt. Ein gemeinsamer Rundgang eines US-Präsidenten und einer Regierungschefin eines wiedervereinigten Deutschlands sei "bewegend" und zeige beispielhaft, "was Geschichte möglich macht, wenn genügend Menschen an die Freiheit glauben".

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