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Minsk

12.02.2015

Ostukraine: Waffenruhe bei Ukraine-Friedensgipfel beschlossen

Merkel, Hollande und Putin waren an dem Friedensgipfel in Minsk beteiligt.
Bild: Iliya Pitalev / Host Photo Agency (dpa)

Der russische Staatschef Putin verkündete die Einigung auf eine Waffenruhe. Diese wurde auch in deutschen Kreisen bestätigt. Die Einigung soll ab Sonntag gelten.

Kremlchef Wladimir Putin zufolge soll eine Einigung über eine Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass erzielt worden sein. Ab kommenden Sonntag um Mitternacht soll die Einigung in Kraft treten, bestätigt Putin am Donnerstagmorgen nach Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Einigung über Waffenruhe im Kriegsgebiet Donbass

Die Einigung beim Ukraine Krisengipfel wurde auch in deutschen Verhandlungskreisen bestätigt. Merkel und der französische Staatspräsident François Hollande wollten sich am Vormittag in Minsk zu den Verhandlungen äußern. Merkel wollte unmittelbar danach zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs nach Brüssel fliegen. Wegen den Friedensverhandlungen wird der EU-Gipfel voraussichtlich mit einer Verzögerung beginnen, so der Sprecher von EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Die Teilnehmer des Ukraine-Friedensgipfels in Minsk wollen nach einem nächtlichen Verhandlungs-Marathon ein Abschlussdokument unterzeichnen. Das Papier umfasse 12 bis 13 Punkte, mit denen die Krise in der Ostukraine gelöst werden solle, berichteten Medien unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Diplomaten.

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Ostukraine: Abschlussdokument soll Krise lösen

Unterdessen wurde am Verhandlungsort ein Saal vorbereitet, in dem Kanzlerin Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der französische Staatschef François Hollande und Russlands Präsident Wladimir Putin das Ukraine-Papier unterschreiben wollten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht der über zwölfstündige Verhandlungsmarathon in Minsk kurz vor dem Abschluss. Das Treffen gilt als bisher wichtigster Vorstoß zur Beendigung des seit zehn Monaten dauernden Konflikts. Noch am frühen Donnerstagmorgen wurden aus dem Kriegsgebiet neue Kämpfe gemeldet. dpa / AZ

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