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Hilde Mattheis

10.08.2020

Parteilinke kritisiert Entscheidung der SPD für Kanzlerkandidat Scholz

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parteilinke Hilde Mattheis.
Bild: Tobias Pietsch

Exklusiv Der linke Flügel der SPD kritisiert die Nominierung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis kann "die Entscheidung nicht nachvollziehen“.

Der linke Flügel der SPD reagiert mit deutlicher Kritik an der Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. „Ich kann die Entscheidung des Parteivorstands für Olaf Scholz als Kanzlerkandidat nicht nachvollziehen“, sagt die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis gegenüber unserer Redaktion. „Das Rezept der vergangenen Jahre, im Milieu der konservativen und liberalen Wähler zu fischen, wird auch dieses Mal nicht aufgehen.“

Hilde Mattheis sieht inhaltliche Widersprüche zwischen Scholz und Esken/Walter-Borjans

Vor allem die inhaltlichen Widersprüche zwischen dem eher linken Führungsduo und dem in der Mitte stehenden Scholz könnten laut Mattheis zum Problem werden. „Ich sehe keine großen Schnittmengen zwischen dem Kandidaten Olaf Scholz und der inhaltlichen Erneuerung, für die die neuen Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans stehen, die sich für ein linkes Bündnis aussprechen“, sagt die Vorsitzende des Forums „Demokratische Linke 21“.  „Überzeugend wäre gewesen, jetzt auch beim Personal Mut zu zeigen.“

Parteilinke kritisiert Entscheidung der SPD für Kanzlerkandidat Scholz
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SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2021: Das ist Olaf Scholz
Bild: Ingo Wagner, dpa

Hilde Mattheis fühlt sich an vergangene Wahlkämpfe erinnert, die für die SPD nicht gut ausgingen. „Es ist wie Peer Steinbrück gesagt hat, dass der Kandidat zum Programm passen muss und umgekehrt“, sagt die Bundestagsabgeordnete. „Im Ergebnis hat Steinbrück als konservativer Kandidat 2013 ein schlechtes Wahlergebnis erzielt.“ Gespannt sei sie, wie jetzt die Programmdebatte verläuft.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Es wird extrem schwierig, Olaf Scholz' Popularität auf die SPD zu übertragen

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