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Pflegemangel
25.02.2020

Linken-Chefin Kipping fordert radikales Umdenken in der Pflege

Linke-Chefin Katja Kipping fordert unter anderem eine bessere Bezahlung für Pflegekräfte.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Exklusiv Linken-Chefin Katja Kipping sieht mit den aktuellen Arbeitsbedingungen keine Chance, den Pflegemangel zu lösen. Sie fordert unter anderem eine bessere Bezahlung für Pflegekräfte.

Linken-Chefin Katja Kipping fordert ein radikales Umdenken in der Pflege. Sie bezieht sich auf Untersuchungen des renommierten Bremer Pflege-Forschers Heinz Rothgang zur Frage, wie das nötige Personal in Pflegeheimen bestimmt werden kann. „Die Studie der Universität Bremen belegt, dass der Mangel an Pflegekräften in der Altenpflege noch viel dramatischer ist, als bisher bekannt.

Wenn sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege nicht schnell und grundlegend verbessern, werden wir den Pflegemangel nicht lösen können“, warnte Kipping im Gespräch mit unserer Redaktion. Für die Vorsitzende der Linkspartei gibt es nur einen Weg aus dem Dilemma: „Gehälter rauf, Betreuungsschlüssel runter. Denn die Studie macht auch deutlich: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind vielerorts so belastend, dass Pflegerinnen und Pfleger den Beruf verlassen.“

Auf einer Fachtagung berät die Pflegebranche an diesem Dienstag in Berlin über das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CSU) entworfene Instrument zur Personalbemessung. Für Kipping steht fest: „Wenn die Bedingungen für die Pflegenden verbessern wird sich natürlich auch die Pflege selbst verbessern. Niemand geht in die Pflege um Pflegebedürftige unzureichend zu unterstützen.“ Schlechte Pflege sei schlicht ein Ausdruck der Überlastung.

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