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CDU

04.02.2020

Philipp Amthor will CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern werden

Philipp Amthor (27) sitzt für die CDU im Bundestag. Nun will er Landeschef seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern werden.
Bild: Bernd Wüstneck, dpa

Der 27-jährige Bundestagsabgeordnete Amthor will Landeschef der CDU in Mecklenburg-Vorpommern werden. Es gehe nicht ums Alter, sondern um Argumente, sagt er.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor bewirbt sich um den CDU-Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Er habe nach der überraschenden Rücktrittsankündigung des bisherigen Parteichefs Vincent Kokert Ende vergangener Woche viel Ermutigung aus allen Landesteilen und allen Altersgruppen der Partei erhalten, sagte der 27-Jährige. Das habe ihn bewogen, für das Amt zu kandidieren.  

Philipp Amthor ist das junge Gesicht der Konservativen

"Ich bin bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen", betonte Amthor, der 2017 als zweitjüngster Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt worden war und dort mit rhetorisch geschliffenen Reden für Aufsehen sorgte. Er vertritt für einen Mann seiner Generation häufig sehr konservative Ansichten und geht keiner Diskussion aus dem Weg. Das machte ihn zu einem der begehrtesten politischen Gesprächspartner in Talkshows. 

Trotz seiner Jugend und noch fehlender Erfahrung in der Landespolitik fühlt sich Amthor nach eigenen Worten gewappnet für die Aufgabe als Landesparteichef. "Es geht nicht um Alter, es geht um Argumente", sagte er. Viele Mitglieder hätten ihn angerufen und sich gewünscht, dass die Nordost-CDU nicht in die Defensive gerät, sondern die Führungsfrage rasch klärt, aus einer "Position der Stärke" heraus. Deshalb habe er sich entschieden, für den Landesvorsitz anzutreten. 

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Vincent Kokert tritt aus privaten Gründen als CDU-Landeschef zurück

Die Rücktrittsankündigung Kokerts, für die er rein private Gründe geltend machte, hatte die Nordost-CDU unvorbereitet getroffen. Für seine Nachfolge an der Spitze der Landtagsfraktion schlug er den Parlamentarischen Geschäftsführer Torsten Renz vor, der auch schon seine Bereitschaft dazu erklärte. Für den Parteivorsitz machte Kokert keinen Vorschlag.

Es galt als ausgemacht, dass der 41-Jährige die Union auch als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 2021 führt. Für diese Aufgabe muss nun ebenfalls ein neuer Kandidat gefunden werden. Amthor ließ offen, ob er bei einer Wahl zum Landesvorsitzenden auch dies übernehmen will. "Wir müssen jetzt einen Prozess führen als Landesverband. Der Landesvorsitzende hat das erste Zugriffsrecht und auch die Verantwortung, diesen Prozess zu führen. Ich erteile mir keine Denkverbote", sagte Amthor.

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