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Polen
17.11.2021

Ein gespaltenes Land: Wo ist Polens Platz in Europa?

Regelmäßig protestierten die Menschen in Polen zuletzt gegen einen möglichen Polexit, den Austritt Polens aus der EU - hier im Oktober. Sie treffen sich vor dem Königsschloss, unter der berühmten Sigismundsäule. Eigentlich ist das ein romantischer Ort.
Foto: Zborowski, dpa

Plus Polen steht im Zentrum europäischer Großkrisen. Wie kann das sein in einem Land, in dem die meisten Menschen EU-Fans sind? Eine Spurensuche rund um das Königsschloss von Warschau.

Dies ist ein Ort der Liebe. Wer sich in Warschau zu einem ersten Rendezvous verabreden will, trifft sich auf dem Schlossplatz, am Fuß der Sigismundsäule. Der Rest ist eine Frage des Funkenschlags. So heißt es. An diesem kalten Novembertag jedoch findet sich auf dem Platz keine Spur von Liebe. Der Wind treibt letzte Laubreste über das Pflaster. Drüben beim Schloss ducken sich zwei Dutzend Menschen in den Schutz des Gemäuers. Vor ihnen steht eine Reiseleiterin und hält ein Fähnchen in den grauen Himmel. Rot-gelb-rot. Spanische Touristen. Da sind die Siebtklässler aus Rzeszow im Karpatenvorland härter im Nehmen. Sie versammeln sich mitten auf dem Platz zum Gruppenbild. Am Fuß der Säule, wo sich im Frühling die Liebenden treffen.

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18.11.2021

Gespaltenes Land; einerseits Europa offen- anderseits sturz konservativ bis autoritär. Sich immer über die östl. Nachbar negativ äußern , aber selbst auch wenig Neigung zeigen die Regeln der Gewaltenteilung einhalten. Katholisch erzkonservativ beinhaltet der Bevölkerung Moralstandards vorzuschreiben, die zutiefst inhuman sind sie das jüngste Schwangerschaftsabbruchgesetz. Bei der PIS zeigen sich leider Tendenzen, die schon zwischen WK1 und WK2 nicht zum friedlichen Nebeneinander mit den Nachbarn beigetragen haben.

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17.11.2021

K. Brenner

Im Artikel fehlt mir etwas, dass sich Polen vor allem als katholisch-christlicher Staat definiert. Auch zur Zeit seiner Mitgliedschaft im Warschauer Pakt unter der politischen Führung der Sowjetunion war es die katholische Kirche als Antithese zum kommunisischen Regime, die die Polen zusammenhielt. Als ich 2003 zum ersten Mal Polen besuchte, fiel mir auf, dass in Rzeszow sonntags zwischen 5 und 11 Uhr vier vollbesetzte Gottesdienste stattfanden. Jeder bayrische Pfarrer wäre vor Neid erblasst. Der Wunsch der Menschen, in die EU einzutreten, war allgegenwärtig. Gleichzeitig hörte ich sehr oft, dass man einen Zuzug islamischer Bevölkerung wie in Deutschland keinesfalls wollte. Ich meine, gerade die katholisch geprägte ältere Generation fürchtet, die EU könne Polen zwingen, diesen ungewünschten Prozess in Gang zu bringen. Dies ist sicher einer der Wurzeln des polnischen Konflikts mit der EU.

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