1. Startseite
  2. Politik
  3. Polizei nimmt Joshua Wong vor Deutschland-Reise fest

Hongkonger Aktivist

08.09.2019

Polizei nimmt Joshua Wong vor Deutschland-Reise fest

Joshua Wong ist einer der führenden Köpfe der Demokratiebewegung in Hongkong.
Bild: Kin Cheung/AP/dpa

Joshua Wong war auf dem Weg nach Deutschland, als er von der Polizei festgesetzt wurde. Das Gesicht der Hongkonger Protestbewegung spricht von einem Fehler.

Der bekannte Hongkonger Aktivst Joshua Wong ist erneut von der Polizei festgenommen worden. Wie Wong am Sonntag über seinen Anwalt auf Twitter mitteilen ließ, wurde er von Beamten am Flughafen festgesetzt. Demnach wird dem 22-Jährigen vorgeworfen, seine Kautionsbedingungen verletzt zu haben. Wie die Bild-Zeitung berichtete, war Wong auf dem Weg nach Deutschland, wo er am Montagabend zu einem von der Zeitung organisierten Fest in Berlin eingeladen war.

 

Wong ging laut der Twitter-Mitteilung davon aus, dass es sich bei der Festnahme um einen Fehler handele. Eine vorläufige Rechtsberatung habe ergeben, "dass das Gericht meine Reisen nach Deutschland und in die USA anerkannt und genehmigt hatte, als es am 30. August eine Kaution gewährte", so Wong. Der Aktivist ging davon aus, am Montagmorgen nach einer Anhörung entlassen zu werden.

Protestbewegung in Hongkong fürchtet stärkeren Einfluss Chinas

Wong war Ende August für einige Stunden festgenommen und auf Kaution wieder entlassen worden. Ihm wie seiner Mitstreiterin Agnes Chow wird vorgeworfen, andere zur Teilnahme an einer illegalen Versammlung in der chinesischen Sonderverwaltungszone am 21. Juni animiert und selbst daran teilgenommen zu haben. Wong muss sich auch für die Organisation der Demonstration verantworten.   

Seit dem 9. Juni kommt es in der Finanzmetropole immer wieder zu Protesten, die oft mit Zusammenstößen zwischen einem kleinen Teil der Demonstranten und der Polizei endeten. Die Protestbewegung befürchtet steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong. Auch fordern die Demonstranten eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt bei den Protesten. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: In Hongkong regiert der Hass

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren