Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Selenskyj berichtet von weiteren schweren Gefechten in der Ostukraine
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Porträt: Edward Snowden - ein Gefangener des eigenen Mutes

Porträt
30.07.2018

Edward Snowden - ein Gefangener des eigenen Mutes

Whistleblower Edward Snowden lebt nach einer abenteuerlichen Flucht seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Russland.
Foto: Ole Spata, dpa (Archiv)

Edward Snowden hat in den USA einen gigantischen Skandal ins Rollen gebracht. Seit fünf Jahren ist der Whistleblower im russischen Exil. Er würde gerne ausreisen - doch wohin?

Es wirkt bis heute wie ein besonders mieser Witz des Schicksals. Ausgerechnet er, der die Machenschaften der amerikanischen Geheimdienste öffentlich machte, lebt unter dem Schirm eines der herrischsten Autokraten unserer Zeit: Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass Edward Snowden aus den USA ins russische Exil floh. Eine Maschine der russischen Linie Aeroflott brachte ihn damals nach Moskau.

Ab und zu erscheinen noch Interviews mit dem Whistleblower, doch abseits von Jahrestagen ist es still um den 35-Jährigen geworden. Dabei war er es, der einen gigantischen Skandal ins Rollen brachte. Der frühere NSA-Mitarbeiter machte die globalen Überwachungsaktionen des US-Geheimdiensts publik, der sogar das Handy der Kanzlerin abhörte. Zu gerne würde Snowden das Land, das ihn aufgenommen hat, verlassen – doch wohin? Snowden bedauert bis heute, dass ihm Deutschland kein politisches Asyl gewährt hat. Doch in Berlin wollte sich niemand die Finger verbrennen.

Snowden müht sich gar nicht erst, seinen Ärger zu verbergen. „Wenn morgen ein russischer Whistleblower, sagen wir jemand aus der Putin-Regierung, bei Frau Merkel anklopfen würde, sie würde ihn adoptieren“, sagt er. „Aber wenn ein US-Whistleblower vor Merkels Haustür auftaucht, ist diese Frage nicht beantwortet.“

Edward Snowden bemüht sich um Alltag im Exil

Und so hat er sich mit Lebensgefährtin Lindsey in einer normalen Mietwohnung in Moskau eingerichtet. Der Süddeutschen Zeitung erzählte der schmächtige Mann kürzlich, dass er im Alltag die U-Bahn nutzt und bei Museumsbesuchen hin und wieder nach einem Selfie gefragt werde. „Seit mein Gesicht immer seltener in Zeitungen gezeigt wird, erkennen mich auch immer weniger Leute“, berichtet er – die Helden von gestern sind die Vergessenen von heute.

Snowdens heiße NSA-Enthüllungen sind längst verraucht, selbst im aufgeregten Deutschland haben zähe Untersuchungsausschüsse das breite Interesse totgeredet. Snowden sieht das freilich anders: „Ich habe das Bewusstsein dafür geschärft, wie die Welt funktioniert“, glaubt er.

Lesen Sie dazu auch

Geld verdient der Ex-Agent damit, Vorträge zu halten, die via Internet übertragen werden. Reisen ist für den Mann ohne Pass nicht möglich. Er ist gefangen in einem System, das er massiv ablehnt. „Die russische Regierung ist in vielerlei Hinsicht korrupt“ , sagt Edward Snowden der Süddeutschen Zeitung. „Die Russen sind warmherzig. Ihre Regierung ist das Problem, nicht das Volk.“ Die Politik von Präsident Wladimir Putin könne er nicht gutheißen, betont er – wohl wissend, dass immer wieder behauptet wird, er sei in Wahrheit russischer Spion.

Snowden ist nicht der einzige Aktivist, der ein Gefangener des eigenen Mutes ist. Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft Ecuadors in London. Angeblich will das Land ihm nun die schützende Hand entziehen.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier .

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.