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Porträt
22.03.2018

Karolina Gernbauer ist Bayerns Managerin der Macht

Karolina Gernbauer ist Bayerns höchste Beamtin.
Foto: Michael Reichel, dpa (Archiv)

Staatsrätin Karolina Gernbauer hat schon den Ministerpräsidenten Stoiber und Seehofer gedient. Auch für Söder wird sie die starke Frau im Hintergrund sein.

Erste Dienerin des Staates. Managerin der Macht. Oder einfach: "Die Gernbauer." In der Verwaltung des Freistaats Bayern und mehr noch in der Landespolitik bedeuten diese Begriffe dasselbe. Im Landtag zum Beispiel kann es passieren, dass eine Besprechung hinter verschlossenen Türen nur deshalb Aufsehen erregt, weil Staatsrätin Karolina Gernbauer, 55, teilnimmt. Im Landtag finden dauernd irgendwelche Besprechungen zwischen Ministern, Beamten, Abgeordneten, Landräten, Bürgermeistern und allen möglichen Interessenvertretern statt. Aber alle wissen: Wenn "die Gernbauer" kommt, "dann ist es wichtig".

Sie weiß das auch, aber sie redet nicht gerne darüber, schon gar nicht öffentlich. Sie lebt das Ethos, dass ein bayerischer Staatsbeamter ein Diener des Staates zu sein hat. Die regierenden Politiker bestimmen, was getan wird. Die Beamten setzen es in die Tat um. Punkt.

Karolina Gernbauer arbeitete auch für Seehofer und Stoiber

Ihr früherer Chef Horst Seehofer hat gerne damit kokettiert, dass es bei Gernbauer damit nicht getan sei. So wenig er auf seine Minister und Staatssekretäre hörte, so hoch schätzte er ihren Rat. Nachdem er 2013 ein Kabinett gebildet hatte, stilisierte er sie sogar zur heimlichen Organisatorin der neuen Staatsregierung. "Hamma noch was, Frau Gernbauer?", so habe er regelmäßig zum Ende einer Besprechung mit Mitgliedern seines Kabinetts gefragt. Erst wenn für Gernbauer alles geklärt war, sei auch für ihn alles geklärt gewesen.

Die Juristin mit Spitzenexamen kam 1993 erstmals in die Staatskanzlei. Sie wurde bald persönliche Referentin des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, leitete für kurze Zeit die bayerische Vertretung in Brüssel, wurde aber, als es im Umweltministerium wegen des Gammelfleischskandals drunter und drüber ging, als Krisenmanagerin zurück nach München geholt. Dort arbeitete sie Seite an Seite mit Wolfgang Lazik – zurzeit Amtschef im Finanzministerium und enger Vertrauter des neuen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Das Kabinett Söder birgt Überraschungen: Bayerns neuer Regierungschef trennt sich von alten Weggefährten und schafft ein neues Ministerium für Ilse Aigner.
19 Bilder
Söders Minister: Wer kommt - und wer gehen muss
Foto: Peter Kneffel, dpa

Auch Markus Söder will sie als Staatsrätin behalten

Vor rund acht Jahren holte Seehofer Gernbauer als Amtschefin in die Staatskanzlei, vor drei Jahren beförderte er sie zur Staatsrätin, Gehaltsstufe "B 10" (gut 12.500 Euro). Niemand zweifelt daran, dass sie jeden Cent wert ist. Seehofer dokumentierte seine Wertschätzung zum Ende seiner Amtszeit auf ungewöhnliche Weise. Bei seinem letzten Neujahrsempfang in der Residenz in München holte er sie vor rund 1600 Gästen auf die Bühne und lobte ihre Arbeit mehr als die Arbeit all seiner Minister zusammen. Nebenbei verriet er noch, dass auch die Bundeskanzlerin so denkt. Gernbauer war hin- und hergerissen. Es war ihr offensichtlich peinlich, aber sie hat sich erkennbar auch drüber gefreut.

Nach Stoiber und Seehofer wird Söder der dritte Ministerpräsident sein, dem Gernbauer unmittelbar zur Seite steht. Er will sie, wie es heißt, behalten. Im Landtag ist man sich einig: Das ist eine kluge Entscheidung.

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