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Wahlen

24.05.2015

Präsidenten-Wahl in Polen: Lange Nacht mit knappem Ausgang?

Stichwahl um das polnische Präsidentenamt: Amtsinhaber Komorowski muss sich seinem Herausforderer Duda stellen.
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Stichwahl um das polnische Präsidentenamt: Amtsinhaber Komorowski muss sich seinem Herausforderer Duda stellen.
Bild: Tomasz Waszczuk (dpa)

Die polnischen Wähler haben am Sonntag in einer Stichwahl über das künftige Staatsoberhaupt entschieden - und damit womöglich auch erste entscheidende Weichen für die Parlamentswahl im Herbst gestellt.

Umfragen sagten ein spannendes Rennen zwischen dem liberalkonservativen Amtsinhaber Bronislaw Komorowski (62) und seinem nationalkonservativen Herausforderer Andrzej Duda (43) voraus.

Obwohl die Stichwahl um 21 Uhr regulär beendet war, mussten die Polen bis zum späten Sonntagabend auf erste Prognosen warten. Nach dem Tod einer Frau in einem Wahllokal in der schlesischen Gemeinde Kowale wurde die Wahl dort bis 22.30 Uhr verlängert. Die staatliche Wahlkommission ordnete deshalb an, dass keine Prognosen veröffentlicht werden durften, bis auch dieses letzte Wahllokal geschlossen haben würde.

In der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen hatte Duda, der Kandidat der nationalkonservativen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), überraschend von allen elf Kandidaten die meisten Stimmen erhalten, eine absolute Mehrheit jedoch verfehlt. Amtsinhaber Komorowkski, der von der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) unterstützt wird, war nur auf den zweiten Platz gekommen.

Als entscheidend könnte sich die Wahlbeteiligung erweisen - und die Frage, welcher Kandidat noch mehr Wähler mobilisieren konnte. Bis zum späten Nachmittag hatten 40,5 Prozent der rund 30 Millionen Wahlberechtigten abgestimmt - deutlich mehr als im ersten Wahlgang.

EU-Ratspräsident Donald Tusk ging von einer langen Wahlnacht aus, als er im nordpolnischen Sopot seine Stimme abgab. "Ich vermute, dass heute Abend niemand sicher sein wird, wie am Ende das Ergebnis aussieht", sagte er. "Ich nehme an, dass beide Kandidaten nicht bis heute Abend, sondern bis morgen Mittag warten, ehe Champagner entkorkt oder Tränen vergossen werden." Bei der Wahl am Sonntag habe buchstäblich jede Stimme Gewicht. Das offizielle Endergebnis wurde für Montagabend erwartet. (dpa)

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