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Äußerungen zu Maaßen

19.08.2019

Pressestimmen zu AKK: "Wieder eine Bruchlandung"

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer steht in der Kritik - mal wieder.
Bild: Michael Kappeler, dpa (Archiv)

Annegret Kramp-Karrenbauer irritiert mit Aussagen zu einem Parteiausschluss von Hans-Georg Maaßen. In den Pressestimmen wird sie scharf kritisiert.

Seitdem Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Chefin ist, tritt sie regelmäßig in Fettnäpfchen. Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg hat sie nun mit Aussagen zu einem möglichen Parteiausschlussverfahren gegen Hans-Georg Maaßen irritiert. In einem Interview sagte sie zu dem Thema: "Es gibt aus gutem Grund hohe Hürden, jemanden aus einer Partei auszuschließen. Aber ich sehe bei Herrn Maaßen keine Haltung, die ihn mit der CDU noch wirklich verbindet."

Nach Kritik aus der eigenen Partei dementierte Kramp-Karrenbauer, sich damit für einen Parteiausschluss von Maaßen ausgesprochen zu haben. Die Debatte konnte sie damit aber nicht beenden. Auch in den Pressestimmen bekommt sie dafür viel Kritik. Sie sorge dafür, dass immer mehr Menschen an ihrer Eignung als Bundeskanzlerin zweifeln.

Hier lesen Sie die aktuellen Pressestimmen:

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Pressestimmen: "AKK hat das Talent, Fettnäpfchen zu finden"

"Wer so kurz vor drei entscheidenden Landtagswahlen im Osten eine Diskussion um die sogenannte Werte-Union und den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen anstößt, der erweist den ohnehin unter Druck stehenden CDU-Wahlkämpfern einen Bärendienst. Das ist ungefähr so, als würde man einem Ertrinkenden anstelle eines Rettungsringes einen Eimer Wasser hinterherwerfen." Heilbronner Stimme

"Wieder eine Bruchlandung: Annegret Kramp-Karrenbauer tut derzeit wirklich alles, um die Zweifel an ihrer Befähigung für höchste Partei- und Staatsämter wachsen zu lassen. Die CDU-Vorsitzende agiert planlos, es fehlt an Timing und Taktik. Ihre Kommunikation ist gelinde gesagt konfus - und die Folgen sind katastrophal." Westfalen-Blatt

"Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat es geschafft, dass allmählich viele an ihrer Befähigung zweifeln. Bis zur entscheidenden Abstimmung auf dem Parteitag in Hamburg hat sie so gut wie alles richtig gemacht; danach hat sie so gut wie alles in den Sand gesetzt." Süddeutsche Zeitung

"Die Causa Hans-Georg Maaßen zeigt: Annegret Kramp-Karrenbauer muss gehörig aufpassen. Jeder Halbsatz der CDU-Vorsitzenden wird inzwischen auf die Goldwaage gelegt. Das ist nun mal so, nachdem die Saarländerin sich einige Pannen geleistet hat. Dass Kramp-Karrenbauer sich überhaupt auf die Frage zu Maaßens Parteizukunft eingelassen hat, ist eigentlich ihr Fehler." Mannheimer Morgen

"AKK hat das Talent, Fettnäpfchen zu finden. Auch dort, wo eine keine sind." Volksstimme

"Annegret Kramp-Karrenbauer hat ein Kommunikationsproblem"

"Eine Volkspartei CDU sollte einen Provokateur wie Maaßen aushalten können - genau so, wie eine SPD ihren Rechtsaußen Thilo Sarrazin aushalten muss. Maaßen bildet mit seiner Meinung eine konservative Strömung innerhalb der Union ab. Hätte sich Merkel um diese in den vergangenen Jahren gekümmert, würde es heute die AfD nicht geben." Allgemeine Zeitung

"Annegret Kramp-Karrenbauer hat ein Kommunikationsproblem. Nicht zum ersten Mal lässt sie mit unklaren Äußerungen einen Interpretationsspielraum, der zu Spekulationen einlädt. Zuletzt war das nach der Europawahl, als AKK den Eindruck erweckte, sie fordere eine Kontrolle politischer Debatten im Internet. Jetzt die Sache mit Maaßen. Das ist keine gute Voraussetzung für eine Frau, die sich anschickt, die nächste Kanzlerin werden zu wollen." Südkurier

"Der Reiz dieses Theaterstücks liegt in der Titelheldin Kramp-Karrenbauer, die sich gerne mal angreifbar macht. Dies ermuntert manchen bislang zu kurz gekommenen Mitstreiter, schon mal die Messer zu wetzen. Es braucht nur noch eine günstige Gelegenheit, wie verlorene Wahlen in den Ost-Bundesländern, um eine Revolte anzuzetteln und die Parteivorsitzende zu stürzen." Reutlinger General-Anzeiger

Und wir schreiben in unserem Kommentar zu Annegret Kramp-Karrenbauer: "Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass das Amt der Bundeskanzlerin eine Nummer zu groß ist für sie: nun ist er erbracht." (AZ, dpa)

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