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Rechtsextremismus
07.05.2015

Kommentar: Ein Signal gegen rechten Terror

Der Chef der rechtsextremen Gruppe "Oldschool Society" wurde am Mittwoch in Augsburg festgenommen.
Foto: Silvio Wyszengrad

Die Ermittlungen gegen rechtsextremistische Oranisationen werden immer effektiver. Ein Bewusstseinswandel hat stattgefunden.

Der Verdacht einer neuen rechtsterroristischen Vereinigung in Deutschland holt schlagartig die erschütternde Mordserie des NSU in das öffentliche Bewusstsein. Die lange Zeit ungeklärten Taten des Thüringer Terrortrios werden als ein unrühmliches Kapitel in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingehen – als ein Dokument des mannigfaltigen Versagens nicht nur von Polizei und Verfassungsbehörden. Auch große Teile von Politik, Medien und Gesellschaft verdrängten in Zusammenhang mit der lange mysteriösen Mordserie den Gedanken an ausländerfeindliche Gewalt und fantasierten über Serienmörder aus dem Ausland.

Der Schlag gegen die rechtsextremistische Organisation, die sich unverhohlen neonazistisch OSS nennt, zeigt, dass ein Bewusstseinswandel stattgefunden hat. Dass Ermittlungsbehörden über Ländergrenzen im rechtsradikalen Milieu effektiv zusammenarbeiten, scheint endlich selbstverständlich zu sein. Dass die durch Skandale unter Druck geratenen Behörden ihren Fahndungserfolg jetzt offen nach außen tragen, ist ein Signal an die Bevölkerung: Ihre Arbeit, aber auch die dafür oft kritisierten geheimdienstlichen Methoden sind notwendig für unsere Sicherheit. Andreas H.: Wer ist der mutmaßliche Chef der rechten Terrorgruppe?

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