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Diplomatie

07.09.2019

Russland und Ukraine schließen Gefangenenaustausch ab

Ein russisches Flugzeug steht auf dem Internationalen Flughafen von Kiew: Russland und die Ukraine haben einen Gefangenenaustausch durchgeführt.
Bild: Serg Glovny, dpa (Archiv)

Russland und die Ukraine haben einen Gefangenenaustausch durchgeführt. Auch 24 Seelaute sind nach russischer Haft wieder in der Ukraine.

Russland und die Ukraine haben ihren Gefangenenaustausch als wichtigen Schritt vorwärts zur Überwindung ihres Konflikt bezeichnet. "Ich denke, das ist die erste Etappe. Und wir müssen alle Schritte unternehmen, um diesen schrecklichen Krieg zu beenden", sagte Selenskyj am Samstag auf dem Flughafen von Borispol in Kiew.

Gemeint ist der Krieg in der Ostukraine zwischen Kiews Regierungstruppen und den von Moskau unterstützten Separatisten. Er wolle sich mit Kremlchef Wladimir Putin auch um die Freilassung der restlichen Gefangenen bemühen, sagte Selenskyj.

Auch 24 Seeleute nach Haft in Russland wieder in Ukraine

Das russische Außenministerium sprach von einem "wichtigen Schritt". Diese Stimmung könne genutzt werden für die Lösung weiterer Probleme, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. "Wir begrüßen alle und sind froh, dass die russischen Bürger wieder zu Hause sind", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Der prominente russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow sagte, dass der politisch bedeutende Gefangenenaustausch den Minsker Friedensprozess beleben könne. Der in der weißrussischen Hauptstadt Minsk 2015 vereinbarte Friedensplan liegt seit längerem auf Eis.

Russland und die Ukraine vollzogen am Samstag den größten Gefangenenaustausch seit Jahren. Die Flugzeuge beider Länder landeten fast gleichzeitig auf den Flughäfen der Hauptstädte. In Kiew trafen auch die 24 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in russischer Haft gesessen hatten. An Bord der Maschine war außerdem der ukrainische Regisseur Oleg Senzow. Der Austausch sollte nach der Formel 35 gegen 35 erfolgen. Allerdings war zunächst unklar, wie viele Menschen ausgetauscht wurden. (dpa)

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