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SPD
02.11.2015

Katarina Barley: Das ist Sigmar Gabriels neue Generalsekretärin

Katarina Barley wird neue SPD-Generalsekretärin und damit Nachfolgerin von Yasmin Fahimi.
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Katarina Barley wird neue SPD-Generalsekretärin und damit Nachfolgerin von Yasmin Fahimi.
Foto: Jörg Carstensen, dpa

Die 46-jährige Katarina Barley wird SPD-Generalsekretärin. Die Nachfolgersuche für Yasmin Fahimi war nicht einfach. Barley stand bisher nicht in der ersten Reihe.

Weiß sie wirklich, worauf sie sich da einlässt? Katarina Barley, 46 Jahre alt, promovierte Juristin, Mutter von zwei Kindern und erst seit zwei Jahren im Bundestag, soll die Nachfolge von Yasmin Fahimi antreten und auf dem SPD-Parteitag im Dezember in Berlin zur neuen Generalsekretärin gewählt werden. Mit dem eher unauffälligen und unaufgeregten Leben in der zweiten Reihe der Politik ist es damit vorbei, als neue Generalsekretärin hat sie nicht nur die Position der SPD nach außen zu vertreten, sondern auch den Bundestagswahlkampf in zwei Jahren zu organisieren.

Vor allem aber hat es Katarina Barley mit einem Parteivorsitzenden zu tun, der seinen Generalsekretärinnen das Leben reichlich schwer macht. Barleys Vorgängerinnen Andrea Nahles und Yasmin Fahimi können ein Lied davon singen, wie sie immer wieder von den spontanen Alleingängen Sigmar Gabriels kalt erwischt und im Regen stehen gelassen oder vom Parteichef nicht ausreichend genug eingebunden wurden. So will auch die Berliner Gerüchteküche wissen, dass sich der SPD-Chef bei seiner Suche nach einer neuen Generalsekretärin mehrere Absagen eingehandelt habe.

Barley zählt in der der SPD-Fraktion zum linken Flügel

Dennoch musste es nach dem Wechsel von Yasmin Fahimi ins Arbeits- und Sozialministerium wieder eine Frau sein. Katarina Barley, nach eigenen Angaben „erfrischend politisch“, wird von Parteifreunden durchweg positiv als intelligent und eloquent, charmant und sympathisch beschrieben. In der Bundestagsfraktion zählt sie zum linken Flügel, gleichwohl gilt sie als pragmatisch, undogmatisch und unideologisch.

Nach dem Abitur 1987 studierte sie Jura in Marburg und Paris, wo sie auch ihren Mann kennenlernte. Es folgten die Promotion an der Uni Münster, eine Tätigkeit als Rechtsanwältin in einer Hamburger Großkanzlei und im Wissenschaftlichen Dienst des Landtags Rheinland-Pfalz. 2001 wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht, danach war sie als Richterin in Trier und Wittlich tätig, ehe sie ins rheinland-pfälzische Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz wechselte.

Drei Landtagswahlen 2016 als erste Herausforderungen

1994 trat sie der SPD bei und wurde sofort Vorstandsmitglied in ihrem Ortsverein Trier-Nord, seit 2010 steht sie an der Spitze des Kreisverbandes Trier-Saarburg. Bei der Bundestagswahl vor zwei Jahren zog sie über die Landesliste Rheinland-Pfalz in das Parlament ein. Barley, sagt Gabriel am Montag bei der Präsentation seiner Kandidatin, habe nicht nur eine „beeindruckende berufliche Karriere“ hinter sich, sondern bringe eine Sicht auf die Politik mit, „die uns guttun wird“. Zudem wisse sie dank ihres kommunalpolitischen Engagements sehr genau, „wie die Sozialdemokratie vor Ort aufgestellt ist“.

Das wird ihr helfen. Denn viel Zeit zum Einarbeiten bleibt ihr nicht. Bereits im März stehen die nächsten Wahlen in Baden-Württemberg, in Sachsen-Anhalt und in ihrem Heimatland Rheinland-Pfalz an.

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