Newsticker
Ämter melden 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle in Deutschland
  1. Startseite
  2. Politik
  3. SPD kritisiert Spahn: Es fehlen Masken und Corona-Tests

Corona-Pandemie

16.12.2020

SPD kritisiert Spahn: Es fehlen Masken und Corona-Tests

SPD-Chefin Saskia Esken fordert von Gesundheitsminister Jens Spahn FFP2-Masken für Pflegeheime zentral zu besorgen.
Bild: Gregor Fischer, dpa

Exklusiv SPD-Chefin Saskia Esken geht mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hart ins Gericht: Schutzausrüstung und und Corona-Schnelltests für Pflegeheime sollen zentral beschafft werden.

Der Schutz von Pflegeheimbewohnern sorgt für einen massiven Krach in der Großen Koalition. SPD-Chefin Saskia Esken mahnt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ( CDU) eindringlich dazu, mehr für die Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens in Heimen zu tun. Sie kritisiert „große Versorgungslücken“ bei Masken und Schnelltests. Unserer Redaktion sagte Esken: „Mit einer verlässlichen zentralen Beschaffung von Masken und Tests muss Minister Spahn jetzt endlich Verantwortung übernehmen, damit wir das Infektionsgeschehen in den Pflegeheimen wieder unter Kontrolle bekommen.“

Saskia Esken: "Shutdown kommt spät, ist aber zwingend notwendig"

Der harte Shutdown, der jetzt beschlossen wurde, komme spät, so Esken, aber er sei „zwingend notwendig, wenn wir den Kollaps unseres Gesundheitssystems noch abwenden wollen“. Niemand könne schließlich wollen, „dass Ärzte und Pflegekräfte entscheiden müssen, wen sie als schwer an Covid-19-Erkrankte behandeln können und wen sie abweisen müssen“.

Esekn weiter: „Ein besonderes Augenmerk müssen wir auf das Infektionsgeschehen in der Pflege haben. Hier liegt eine der wundesten Punkte im Pandemiegeschehen: Das Virus findet hier besonders viele Opfer.“ Die Länder hätten deshalb vereinbart, die Betreiber von Pflegeheimen und Pflegediensten dazu zu verpflichten, ihre Beschäftigten mit Schutz mehrmals pro Woche zu testen. Der Bund habe sich in der Vereinbarung bereit erklärt, die Finanzierung von Schutzmasken und Schnelltests zu übernehmen.

Saskia Esken fordert Jens Spahn auf, Verfügbarkeit von FFP2-Masken nicht dem Markt zu überlassen

Für Alten- und Pflegeheime gelten besondere Schutzvorschriften.
Bild: Frank Augstein, AP, dpa

Esken fordert: „Dabei darf Gesundheitsminister Spahn die Verfügbarkeit von FFP2-Masken und Schnelltests in der Pflege jetzt nicht weiter dem Markt überlassen.“ Schon im Sommer habe Spahn der Pflege Massentests versprochen. Insofern sei es „unverständlich, dass hier immer noch große Versorgungslücken klaffen.“ Der Bundesgesundheitsminister müsse die Beschaffung zentral organisieren.

An die Bundesländer appellierte die SPD-Chefin, „mit einer möglichst einheitlichen Umsetzung“ der Corona-Regeln dazu beizutragen, dass die Maßnahmen akzeptiert würden.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren