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Bundeswehr

16.06.2017

Schmidt-Bild hängt wieder

Helmut Schmidt im Jahr 1940 als Leutnant der Luftwaffe.
Bild: dpa

Foto des Altkanzlers war im Zuge der Affäre um einen rechtsextremen Offizier entfernt worden. Jetzt gibt es Erläuterungen

Das Mitte Mai an der Bundeswehr-Universität in Hamburg entfernte Foto von Altkanzler Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform ist wieder aufgehängt worden. Das bestätigte ein Sprecher der Helmut-Schmidt-Universität.

Das Bild wurde demnach von den Studenten im selben Flur des Wohnheims der Universität angebracht, jedoch an einer Wand gegenüber vom ursprünglichen Ort. Das Foto ist nun mit der Erläuterung versehen, dass Schmidt bereits als junger Reserveoffizier durch kritische Bemerkungen zur NS-Führung auffiel.

Daneben hängen nun Auszüge aus einer Rede Schmidts beim feierlichen Gelöbnis 2008 vor dem Reichstag, in der er sich zu seiner Erfahrung als Soldat in der NS-Zeit äußert. Als Drittes wurde nach Angaben des Sprechers ein Foto angebracht, das Schmidt in seinem Arbeitszimmer zeigt.

„In der nun gewählten Darstellungsart entspricht es nach unserer Bewertung den Bestimmungen des Traditionserlasses der Bundeswehr“, sagte der Sprecher.

Im Zuge der Affäre des unter Terrorverdacht stehenden mutmaßlich rechtsextremen Oberleutnants Franco A. hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht durchsuchen lassen. In diesem Zusammenhang ließ die Bundeswehr-Universität das Bild des 2015 gestorbenen SPD-Politikers entfernen und löste damit Diskussionen aus. Das Verteidigungsministerium betonte dann, das Foto hätte nicht unbedingt abgehängt werden müssen.

Die Affäre um Franco A., der mit Komplizen einen rechtsextrem motivierten Anschlag geplant haben soll, beschäftigt immer noch die Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) räumte vor wenigen Tagen Verfehlungen in der Truppe ein und sagte: „Natürlich gab es in letzter Zeit Vorfälle, die auch kritikwürdig waren.“ (dpa, afp)

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