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Kommentar

29.11.2017

Schmidts Alleingang ist ein Affront gegen die SPD

Weil CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt in Brüssel für die Verlängerung der Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat stimmte, zog er den Zorn der SPD auf sich.
Bild: Maurizio Gambarini, dpa

CSU-Bundesminister Christian Schmidt stimmte in Brüssel für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der EU. Sein Alleingang empört die SPD und Umweltministerin Hendricks.

An diesem Alleingang eines CSU-Bundesministers wird die Bildung einer neuen Großen Koalition gewiss nicht scheitern.

Aber der kühl kalkulierte Vertrauensbruch, den Christian Schmidt begangen hat, belastet natürlich die anstehenden Gespräche zwischen CDU/ CSU und SPD. Die SPD und ihre ausgebootete Umweltministerin Hendricks sind zu Recht empört.

Das auf Geheiß Schmidts und gegen den erklärten Willen des Koalitionspartners erfolgte "Ja" Deutschlands zu einer Verlängerung der Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat war ein Affront gegen die Partei, mit der man weiterregieren will.

Kanzlerin Angelika Merkel rügt den Alleingang von Christian Schmid

Es mag sein, dass der geschäftsführende Minister damit nicht nur bei den Landwirten punkten, sondern auch die Brüsseler Hängepartie beenden und Berlins Handlungsfähigkeit demonstrieren wollte. Doch dies entschuldigt nicht den Verstoß gegen die Geschäftsordnung der Regierung.

Ungleich folgenreicher wäre es, wenn die Kanzlerin davon gewusst und Schmidt freie Hand gelassen hätte – was offenbar nicht der Fall war. Gleichwohl zeugt der Fall von einem gewissen Autoritätsverlust Merkels in der Union. Sonst hätte Schmidt nicht auf eigene Faust gehandelt. Und er käme jetzt nicht mit einer scharfen Rüge Merkels davon, sondern müsste wohl gehen.

Lesen Sie auch:

Krebserregend oder nicht? Die wichtigsten Fragen zu Glyphosat 

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29.11.2017

Ich weiß zwar nicht was Sie gelesen haben.

Fakt ist, dass Frankreich das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel auf seinem Markt spätestens in drei Jahren verbieten will.

Das kündigte Präsident Emmanuel Macron am Montag auf Twitter an. "Ich habe die Regierung aufgefordert, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Nutzung von Glyphosat in Frankreich zu verbieten, sobald Alternativen gefunden sind", erklärte Macron. "Und spätestens in drei Jahren", fügte er hinzu. Quelle: t-online

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30.11.2017

Soviel zu Ihrer immer wieder verlinkten Quelle "Deutsche Wirtschafts-Nachrichten". Bleiben Sie ruhig dabei. (Umgangston!/edit/mod)

"Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sind der Kopp-Verlag für „irgendwas mit Wirtschaft“. Das Geschäftsmodell ist einfach erklärt: Möglichst hysterische Untergangsszenarien an die Wand malen, damit unbedarfte Leserinnen und Leser auf allen Kanälen alle ihre Kontakte darauf hinweisen, die das wiederum anklicken (sollen) und damit wird dann mit wenig Aufwand viel Werbung verkauft. Je reißerischer, je mehr Weltuntergang und Verschwörungstheorie dabei ist, umso besser verkauft sich eine Geschichte. Das ist alles recht geschickt gemacht, nur leider ist an den Geschichten meistens nicht viel dran. . . ."

Quelle: Netzpolitik.org

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30.11.2017

(Folgeedit)

Ihre Quellen Deutsche Wirtschafts-Nachrichten, Russia today und BILD sorgen eher für Unterhaltung und weniger für seriöse Info.

es ist Tatsache dass Macron das Mittel vorerst noch für 3 Jahre erlauben wollte . . .

Immerhin will er jetzt am EU-Beschluss vorbei sein Vorhaben umsetzen und er stimmte gegen die deutsche Gefälligkeitspolitik für Lobby-Gruppen.

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29.11.2017
... auf Kosten der Umwelt - die Lobbyisten des Chemiegiganten können jubeln!
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29.11.2017

Schmidts aleingang und die Total verworrene Reaktion von Ministerpresident Seehofer passen zusammen und es wird einer der Sargnägel in der zukunft von Herrn Seehofer sein !! denn mit so einer entscheidung ist er nicht mehr taragbar , erst Hält er eine große Rede zu gunsten der wichtigkeit von Biehnen und dann läst er den Bienenkiller nummer 1 von seinem Menister in Berlin genemigen !!! denn herr Seehofer hat ja ausdrücklich erwähnt das daß mit Ihm Persönlich abgesprochen war !!!

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