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Vizekanzler und Finanzminister

19.12.2020

Scholz verteidigt Reihenfolge bei der Corona-Impfung

Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.
Bild: Fabian Sommer/dpa/Archiv

Unter Hochdruck hatte die Regierung sich auf eine Priorisierung bei der Corona-Impfung verständigt. Nach Kritik an diesem System reagiert nun der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Priorisierung bei der Corona-Impfung verteidigt.

"Natürlich wäre es am besten, wenn alle sofort geimpft werden könnten. Da das nicht geht, muss man eine Reihenfolge festlegen nach klaren wissenschaftlichen Kriterien", sagte er der Funke Mediengruppe.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Impfpriorisierung am Freitag vorgestellt. "Die Schwächsten zu schützen, das ist das erste Ziel unserer Impfkampagne", sagte Spahn. Ältere über 80 Jahre, Bewohner und Personal in Pflegeheimen sollen zuerst zum Zug kommen, wenn Impfungen wie geplant am 27. Dezember anlaufen können.

"Es geht darum, das Infektionsrisiko so schnell und so effizient wie möglich zu verringern", betonte Finanzminister Scholz. Daher sei es richtig, dass zunächst die geimpft würden, die Schutz ganz besonders nötig hätten. Scholz dämpfte zugleich Hoffnungen auf schnelle Erfolge. Im Lauf der Monate würden in Deutschland "ausreichend viele Bürgerinnen und Bürger geimpft sein, um die Pandemie einzuhegen", sagte er. "Das wird sich aber hinziehen, weil eine hohe Zahl von Impfdosen hergestellt und verimpft werden muss."

Weil Vertrauen in den Impfstoff wichtig sei, habe sich die EU für ein reguläres Zulassungsverfahren entschieden. "Als Bundesregierung haben wir darum gebeten, es möglichst zügig voranzutreiben und trotzdem Vorsicht walten zu lassen", sagte Scholz. "In wenigen Tagen wird es nun auch in Europa die Zulassung geben." Er selbst werde sich "ganz sicher" impfen lassen, sagte Scholz, "und zwar gerne".

An diesem Montag will die europäische Arzneimittelagentur EMA ihre Beurteilung über den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer abgeben, um den es zuerst geht.

© dpa-infocom, dpa:201219-99-750261/2 (dpa)

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