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Edathy-Affäre

05.02.2015

Schwere Vorwürfe von Edathys Anwalt

Edathys Anwalt hat schwere Vorwürfe gegen den SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erhoben.
Bild: Axel Heimken/Archiv (dpa)

Laut Edathys Anwalt soll SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann mehrere Leute in die Kinderpornografie-Ermittlungen gegen Edathy eingeweiht haben. Dies belastet Oppermann schwer.

In der Edathy-Affäre wächst der Druck auf SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann: Der Anwalt von Sebastian Edathy hat ihn schwer belastet. Edathy habe nach und nach erfahren, dass Oppermann mehrere Leute in die Kinderpornografie-Ermittlungen gegen den damaligen SPD-Abgeordneten eingeweiht habe. Das sagte Christian Noll am Donnerstag im Edathy-Ausschuss des Bundestags. So habe Oppermann auch seinen Büroleiter informiert.

Hat Oppermann mehreren Leuten von den Ermittlungen gegen Edathy erzählt?

Edathy habe daher die Befürchtung gehabt, dass sich die Information nun noch weiter verbreite. "Es wussten schon wahnsinnig viele Leute Bescheid", berichtete der Anwalt. Edathy habe zu ihm gesagt, wem Oppermann es eigentlich nicht erzählt habe, "vielleicht auch seiner Putzfrau". Der von seiner Schweigepflicht entbundene Anwalt stützte damit Aussagen Edathys vom vergangenen Dezember.

Die SPD-Spitze wird dem Edathy-Ausschuss des Bundestags nach Angaben der Grünen-Obfrau Irene Mihalic ihre Kommunikationsdaten von und über Sebastian Edathy in schriftlicher Form aushändigen. Es reiche aus, dies in Papierform und einem eng umrissenen Rahmen zu tun. "Es wird nicht erwartet, dass Handys ausgelesen werden." dpa

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