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Wahlradar

20.09.2017

So haben sich unsere Abgeordneten im Bundestag geschlagen

Wer zieht in den nächsten Bundestag ein?
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

16 Abgeordnete aus unserer Region sitzen im Bundestag. Wie haben sie sich geschlagen? Wir haben sie gefragt - und uns ihr Abstimmungsverhalten angesehen.

Beim ersten Mal gab es noch Glückwünsche. Der Augsburger Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich hatte an jenem Tag im Februar 2014 seine erste Rede im Bundestag gehalten. Zurück in den Reihen der Fraktion erhielt er aufmunternde Händedrücke, Schulterklopfer und ein Lob von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, seine Redezeit gut eingehalten zu haben. Rund 3,5 Jahre später wirken diese Szenen wie entfernte Vergangenheit. Routiniert steht Ullrich am Pult, als er seine letzte Rede in dieser Legislaturperiode hält. Es ist seine 85. Ullrich, der Vielredner, hat damit öfter in Plenarsitzungen des Bundestags gesprochen als jeder andere Abgeordnete aus der Region.

Die Abgeordneten aus der Region - sie sind es, auf die wir in diesem Wahlradar den Fokus legen wollen. Was haben diese in den vergangenen vier Jahren gemacht? Und wie haben sie die zu Ende gehende Legislaturperiode erlebt? Für unser Wahlradar haben wir uns angesehen, wie die Abgeordneten aus der Region bei wichtigen Entscheidungen abgestimmt haben, wie präsent sie im Bundestag waren und wie sie in den Bundestag eingezogen sind. Außerdem haben wir die Abgeordneten gefragt, was ihnen aus vier Jahren Bundestag in Erinnerung bleibt.

Für unser Wahlradar haben wir uns das Abstimmungsverhalten zur Ehe für alle (hier erfahren Sie mehr), zum Asylpaket II (hier erfahren Sie mehr), zum Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe (hier erfahren Sie mehr) und zur Pkw-Maut (hier erfahren Sie mehr) angesehen.

 

Ulrike Bahr (SPD) - Wahlkreis 252: Augsburg-Stadt

Bild: Pressefoto, Ulrike Bahr, BayernSPD

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Ulrike Bahr erreichte als Direktkandidatin 25,1 Prozent. Sie zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In zwölf Reden kam sie auf eine Redezeit von einer Stunde, 15 Minuten und 41 Sekunden.

So hat Ulrike Bahr bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Nein.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nein.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Ulrike Bahr zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Ohne Zweifel die Wahl des neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in einer gesellschaftlich breit aufgestellten Bundesversammlung."

Die Enttäuschung: "Leider konnten viele Dinge mit der CDU/CSU nicht durchgesetzt werden wie beispielsweise das Rückkehrrecht auf Vollzeit im Job nach einer Elternzeit."

Die wichtigste Entscheidung: "Die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, der für über vier Millionen Beschäftigte mehr Lohn bedeutet und damit eine bessere Anerkennung ihrer Arbeit."

Das Ziel für nach der Wahl: "Die Entlastung von Familien durch die Einführung der beitragsfreien Kitas."

 

Claudia Roth (Grüne) - Wahlkreis 252: Augsburg-Stadt

Bild: J-Konrad-Schmidt, Pressefoto Claudia Roth

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Claudia Roth erreichte als Direktkandidatin 11 Prozent. Sie zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 26 Reden kam sie auf eine Redezeit von zwei Stunden, 43 Minuten und 42 Sekunden.

So hat Claudia Roth bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Nein.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Nicht beteiligt.

So äußert sich Claudia Roth zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Ich möchte mit meiner persönlichen Top-Drei antworten: die Verabschiedung der 'Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung' durch die Vereinten Nationen, das Zustandekommen des Pariser Klimaabkommens – und die tagtägliche Ehre und Freude, den Bundestag als grüne Vizepräsidentin auf meine ganz eigene Weise in Deutschland und der Welt vertreten zu dürfen."

Die Enttäuschung: "Am meisten enttäuscht hat mich die zögerliche Nicht-Reaktion der Bundesregierung auf das autokratische Gebaren des türkischen Präsidenten – mit dem Ergebnis, dass wir uns auch weiterhin mit einem schäbigen Flüchtlingsabkommen erpressbar machen und immer noch Rüstungsgüter in ein Land exportieren, das Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt."

Die wichtigste Entscheidung: "Nach dreißigjährigem Kampf gegen schlimmste Anfeindungen und tiefverwurzelte Vorurteile: Die Einführung der Ehe für alle, aus der Opposition heraus – die Liebe gewinnt am Ende eben doch!"

Das Ziel für nach der Wahl: "Veränderung statt diesem ewigen Zögern und Zaudern – mit echtem Klimaschutz, einer entschlossenen Verkehrs- und Agrarwende, in einer gerechten und offenen Gesellschaft und mit der Welt im Blick für ein Deutschland in Europa, das Brücken baut, denn Sprengmeister gibt es viel zu viele."

 

Volker Ullrich (CSU) - Wahlkreis 252: Augsburg-Stadt

CSU Bezirksparteitag 2017, Bezirksverband Augsburg, im MAN Diesel Museum, Bundestagsabgeordneter Dr. Volker Ullrich
Bild: Silvio Wyszengrad

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Volker Ullrich erreichte 44,4 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 85 Reden kam er auf eine Redezeit von neun Stunden, 36 Minuten und 27 Sekunden.

So hat Volker Ullrich bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Volker Ullrich zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Bereits in der ersten Wahlperiode der Abgeordnete zu sein, der zu vielen Themen die meisten Reden aller Bundestagsabgeordneten halten durfte und dass den Reden sehr oft eine konkrete Mitwirkung bei vielen Gesetzen vorausging."

Die Enttäuschung: "Mit Enttäuschungen muss man in der Politik leben. Wichtig ist, an seinen Werten und Themen optimistisch festzuhalten."

Die wichtigste Entscheidung: "Es gab eine Reihe wichtiger Entscheidungen. Dazu gehört ein schuldenfreier Bundeshaushalt, wichtige Gesetze im Bereich innere Sicherheit, die Mütterrente und für die Region die Bahnstrecke Augsburg-Ulm."

Das Ziel für nach der Wahl: "Mich weiterhin engagiert für die Belange von Augsburg und Königsbrunn im Bereich Verkehr, Bildung und Forschung einzusetzen und im Bundestag verantwortungsvoll für Sicherheit und Wohlstand einzutreten."

 

Hansjörg Durz (CSU) - Wahlkreis 253: Augsburg-Land

Bild: Pressebild, Hansjörg Durz

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Hansjörg Durz erreichte 60,6 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 24 Reden kam er auf eine Redezeit von drei Stunden, 15 Minuten und 16 Sekunden.

So hat Hansjörg Durz bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Hansjörg Durz zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Als außergewöhnlich habe die Debatte um die Regulierung der Sterbehilfe erlebt, da hier parallel zu einer gesellschaftlichen Debatte in einem würdevollen und von gegenseitigem Respekt getragenen Prozess mit dem Verbot geschäftsmäßiger Suizidbeihilfe bei gleichzeitiger Stärkung der Palliativ- und Hospizversorgung eine aus meiner Sicht richtige Lösung erarbeitet wurde."

Die Enttäuschung: "In meinem Fachbereich Wirtschaft und Energie ist es in der abgelaufenen Wahlperiode nicht gelungen, die steuerliche Abschreibung energetischer Sanierungen zu beschließen, um die Modernisierung des Gebäudebestands in Deutschland voranzubringen."

Die wichtigste Entscheidung: "Aus Sicht meines Wahlkreises war sicherlich die Aufnahme einer Reihe von Verkehrsprojekten in die höchste Dringlichkeitsstufe des Bundesverkehrswegeplans, insbesondere der Bahnausbau zwischen Augsburg und Ulm, die wichtigste Entscheidung."

Das Ziel für nach der Wahl: "Eines meiner Kernanliegen ist es, Familien zu stärken durch den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung sowie durch die Erhöhung des Kindergelds, des Kinderfreibetrags sowie ein Baukindergeld."

 

Iris Eberl (CSU) - über Landesliste nachgerückt

Iris Eberl, CSU-Bundestagsabgeordnete, aus Aichach.
Bild: Abgeordnetenbüro Iris Eberl

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Iris Eberl verpasste den Einzug in den Bundestag als Listenkandidatin knapp. Im April 2015 rückte sie in den Bundestag nach.

Redezeit in Plenarsitzungen: In fünf Reden kam sie auf eine Redezeit von 37 Minuten und sechs Sekunden.

So hat Iris Eberl bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Nicht beteiligt.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nein.

Pkw-Maut: Nicht beteiligt, da sie zu dem Zeitpunkt noch nicht im Bundestag saß.

So äußert sich Iris Eberl zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Als Mitglied des Europa-Ausschusses war es mir eine große Freude, persönlich eine Partnerschaft zwischen den zahnmedizinischen Fakultäten der Charité in Berlin und der Universität in Tirana ins Leben zu rufen, um auf diesem medizinischen Gebiet jungen Menschen Chancen in ihrem Heimatland zu eröffnen, und gleichzeitig die Annäherung Albaniens an die EU zu fördern."

Die Enttäuschung: "Eine große menschliche Enttäuschung erlebte ich, als EZB-Präsident Draghi im Europa-Ausschuss zu Gast war und dort ohne mit der Wimper zu zucken die ungeheuerliche Behauptung aussprach, seine Nullzinspolitik sei gut für Sparer."

Die wichtigste Entscheidung: "Jede einzelne Entscheidung, die nach mühevollem Ringen der CDU/CSU-Fraktion in der Koalition durchgesetzt werden konnte, um für mehr Sicherheit unserer Bürger zu sorgen, gerade vor dem Hintergrund der unkontrollierten Zuwanderung und des zunehmenden Terrors, war für mich jeweils die wichtigste."

Das Ziel für nach der Wahl: "Mein wichtigstes Ziel wird sein, dem Ausverkauf unserer Industrie entgegenzuwirken und gleichzeitig Deutschland als Industrienation politisch noch intensiver zu stärken, um allen Bürgerinnen und Bürgern bis ins hohe Alter ein gutes Leben in Deutschland zu ermöglichen."

 

Gabriele Fograscher (SPD) - Wahlkreis 254: Donau-Ries

Die Nördlingerin Gabriele Fograscher hat die Region und die SPD 23 Jahre im Bundestag vertreten. Vor Kurzem kündigte sie überraschend an, bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren zu wollen.
Bild: Szilvia Izsó

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Gabriele Fograscher erreichte als Direktkandidatin 17,7 Prozent. Sie zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 20 Reden kam sie auf eine Redezeit von zwei Stunden, neun Minuten und 44 Sekunden.

So hat Gabriele Fograscher bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nein.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Gabriele Fograscher zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Das besondere Ereignis dieser Wahlperiode war für mich die 16. Bundesversammlung am 12. Februar 2017, die den Sozialdemokraten und ehemaligen Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt hat."

Die Enttäuschung: "Enttäuschend und beschämend war das jahrelange und teils noch bestehende Blockadeverhalten der CDU/CSU bei der Beseitigung von Diskriminierungen, zum Beispiel bei der 'Ehe für alle' und der 'Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse für behinderte Menschen unter Vollbetreuung'."

Die wichtigste Entscheidung: "Die wichtigsten Entscheidungen, die sich direkt positiv auf das Leben der Menschen in unserem Land ausgewirkt haben, sind die sozialpolitischen Entscheidungen auf Initiative der SPD wie zum Beispiel die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, der Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren oder die Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen."

Das Ziel für nach der Wahl: Ohne Antwort, da Gabriele Fograscher bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr kandidiert.

 

Ulrich Lange (CSU) - Wahlkreis 254: Donau-Ries

Ulrich Lange aus Nördlingen ist seit 2009 direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag.
Bild: Szilvia Izsó

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Ulrich Lange erreichte 60,6 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 34 Reden kam er auf eine Redezeit von drei Stunden, 50 Minuten und acht Sekunden.

So hat Ulrich Lange bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Ulrich Lange zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Die Erstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030, bei der eine deutliche schwäbische Handschrift festzustellen ist. Die wichtigsten schwäbischen Verkehrsprojekte der Zukunft haben Eingang gefunden, zum Beispiel B2, B12, B16, B25, ABS Ulm-Augsburg."

Die Enttäuschung: "Dass die Reform des Wahlrechts nicht gelungen ist und jetzt ein riesiger Bundestag droht."

Die wichtigste Entscheidung: "Die Grundgesetzänderung zur Neuordnung des Länderfinanzausgleichs, der dabei gedeckelt wurde. Bayern zahlt künftig mindestens 1,3 Milliarden Euro pro Jahr weniger."

Das Ziel für nach der Wahl: "Fortsetzung der Investitionen in die Infrastruktur, Breitbandausbau und Digitalisierung sowie die Gesundheitsversorgung für den ländlichen Raum."

 

Katrin Albsteiger (CSU) - Landesliste Bayern

Katrin Albsteiger wurde zur drittschönsten Abgeordneten gewählt.
Bild: dpa

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Katrin Albsteiger trat nicht als Direktkandidatin an. Sie wurde über die Landesliste in den Bundestag gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 17 Reden kam sie auf eine Redezeit von einer Stunde, 48 Minuten und 49 Sekunden.

So hat Katrin Albsteiger bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Nicht beteiligt.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Katrin Albsteiger zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Da gab es viele, vor allem wenn es um grundlegende, wegweisende Entscheidungen ging – zum Beispiel der ausgeglichene Haushalt, der die jahrzehntelange Verschuldung zu Lasten der jungen Generation beendet hat."

Die Enttäuschung: "Dass die 'Rente mit 63' eingeführt wurde: Das war schlicht das falsche Signal."

Die wichtigste Entscheidung: "Die Entscheidung zur Neuregelung beim assistierten Suizid, also das sogenannte 'Sterbebeihilfegesetz'."

Das Ziel für nach der Wahl: "Kommt drauf an, welchen thematischen Schwerpunkt ich bekomme, aber wichtig wird in jedem Fall, wie und ob wir die Vorschläge einer geplanten Rentenkommission umsetzen werden, denn das Rentensystem muss weiterentwickelt werden."

 

Karl-Heinz Brunner (SPD) - Wahlkreis 255: Neu-Ulm

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Karl-Heinz Brunner erreichte als Direktkandidat 18,4 Prozent. Er zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 40 Reden kam er auf eine Redezeit von drei Stunden, 43 Minuten und drei Sekunden.

So hat Karl-Heinz Brunner bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nein.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Karl-Heinz Brunner zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Ganz klar: die Durchsetzung der gleichen Rechte für gleiche Liebe mit der Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare."

Die Enttäuschung: "Wie Frau Merkel ihr Versprechen 'Mit mir wird es keine Maut geben' der CSU und dem überforderten Verkehrsminister Dobrindt zuliebe gebrochen und damit den größten gesetzlichen Murks der jüngeren Geschichte zu verantworten hat."

Die wichtigste Entscheidung: "Der Mindestlohn – er ist endlich da und wird Menschen über Generationen ein Mindestmaß an Auskommen und Anerkennung für ihre Leistung sichern, auch wenn er weiter verbessert und sicher auch erhöht werden muss."

Das Ziel für nach der Wahl: "Mehr Abrüstung statt mit CDU/CSU den irren Aufrüstungsfantasien von Mr. Trump zu folgen: Deutschland muss seine Rüstungsexporte weiter einschränken, durch ein ordentliches Gesetz regulieren und Drohnentötungen grundsätzlich verbieten!"

 

Ekin Deligöz (Grüne) - Wahlkreis 255: Neu-Ulm

<p>Ekin Deligöz (Grüne) für die Kreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu, Porträt, Portrait</p>
Bild: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Ekin Deligöz erreichte als Direktkandidatin 7,8 Prozent. Sie zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 31 Reden kam sie auf eine Redezeit von drei Stunden, 43 Minuten und drei Sekunden.

So hat Ekin Deligöz bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Nein.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nicht beteiligt.

Pkw-Maut: Nein.

So äußert sich Ekin Deligöz zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Die Ehe für alle war ein enorm wichtiges Signal für Liberalität und Toleranz in einer Zeit, in der reaktionäre Kräfte laut werden."

Die Enttäuschung: "Die Quote für Frauen in Aufsichtsräte war gut gemeint, aber denkbar schlecht und halbherzig gemacht."

Die wichtigste Entscheidung: "Die Schaffung eines Sprachförder- und Qualifizierungssystems für Flüchtlinge, auch wenn noch einiges daran verbesserungswürdig ist."

Das Ziel für nach der Wahl: "Mehr Investitionen in Kitas und Schulen, damit alle Kinder eine Chance zum sozialen Aufstieg und Teilhabe erhalten und niemand zurückgelassen wird."

 

Georg Nüßlein (CSU) - Wahlkreis 255: Neu-Ulm

<p>Georg Nüßlein (CSU) für die Kreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu, Porträt, Portrait, </p>
Bild: Pressefoto, Georg Nüßlein

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Georg Nüßlein erreichte 57,5 Prozent. Er wurde damit als Direktkandidat gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 32 Reden kam er auf eine Redezeit von fünf Stunden, 31 Minuten und 48 Sekunden.

So hat Georg Nüßlein bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Georg Nüßlein zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Richtig gefreut habe ich mich neben meinen rein politischen Erfolgen zum Beispiel bei der Pflegereform darüber, dass ich einem kinderlosen Ehepaar bei der Adoption von Zwillingen behilflich sein konnte."

Die Enttäuschung: "Enttäuscht war ich darüber, dass mich die Südwest Presse als 'Rechtsaußen der CSU' betitelt hat, obwohl ich in der Flüchtlingsfrage eine sehr ausgewogene und klare Position bezogen habe, die heißt: Humanität hat ihre Grenzen im Machbaren. So gesehen wäre Alt-Bundespräsident Gauck auch ein Rechtsaußen."

Die wichtigste Entscheidung: "Ganz klar die Verschärfungen im Asyl- und Einwanderungsrecht, um Migration wieder steuern und insgesamt begrenzen zu können."

Das Ziel für nach der Wahl: "Den ländlichen Raum, wie wir ihn hier in unserer schwäbischen Heimat pflegen, weiter attraktiv zu halten – sei es mit einer wohnortnahen und qualitativ erstklassigen Gesundheitsversorgung, sei es mit einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur oder mit flächendeckenden Glasfaseranschlüssen im Gigabit-Bereich."

 

Alexander Dobrindt (CSU) - Wahlkreis 226: Weilheim

Bild: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Alexander Dobrindt erreichte 57,2 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt. Dobrindt ist seit Dezember 2013 Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 49 Reden kam er auf eine Redezeit von 11 Stunden, 16 Minuten und 16 Sekunden.

So hat Alexander Dobrindt bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Alexander Dobrindt zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Die Rekordmittel für die Infrastruktur. Wir haben zum ersten Mal alles gebaut, was gebaut werden konnte und zig Projekte umgesetzt, auf die die Menschen zum Teil Jahrzehnte gewartet haben."

Die Enttäuschung: "Die Manipulationen der Autoindustrie."

Die wichtigste Entscheidung: "Milliarden bereitzustellen für den Glasfaserausbau in den Regionen – und damit endlich Turbo-Internet für Millionen von Menschen."

Das Ziel für nach der Wahl: "Deutschland digital an die Spitze führen und dafür sorgen, dass von der Digitalisierung alle profitieren."

 

Reinhard Brandl (CSU) - Wahlkreis 217: Ingolstadt

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Reinhard Brandl erreichte 61,5 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 38 Reden kam er auf eine Redezeit von vier Stunden, 13 Minuten und 14 Sekunden.

So hat Reinhard Brandl bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Reinhard Brandl zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Wir konnten unser historisches Versprechen aus 2013 einhalten, im Bund mit der ewigen Schuldenmacherei Schluss zu machen."

Die Enttäuschung: "Als überzeugter Europäer hat mich die Entscheidung der Briten für einen Brexit tief getroffen."

Die wichtigste Entscheidung: "Die wichtigste Entscheidung war, die Bundespolizei und alle anderen Sicherheitsbehörden des Bundes in großem Umfang finanziell, personell und rechtlich zu stärken."

Das Ziel für nach der Wahl: "In vier Jahren möchte ich vor die Bürger treten und sagen können, dass wir wieder alle CSU-Versprechen aus dem Wahlkampf 2017 gehalten haben."

 

Eva Bulling-Schröter (Die Linke) - Wahlkreis 217: Ingolstadt

<p>Linke-Landeschefin Eva Bulling-Schröter spricht am Samstag (17.04.2010) auf einer Pressekonferenz beim Sonderparteitag der Bayerischen Linken in Schweinfurt (Unterfranken). Bei dem Sonderparteitag will Bayerns Linke am Samstag ein neues Führungsteam wählen. Fünf Kandidaten, darunter zwei Frauen, stehen zur Wahl. Die bisherige Landeschefin Bulling-Schröter wird nach zehn Jahren auf dem Posten nicht mehr antreten. Foto: David Ebener dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++</p><p> </p>
Bild: David Ebener, dpa

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Eva Bulling-Schröter erreichte als Direktkandidatin 3,9 Prozent. Sie zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 80 Reden kam sie auf eine Redezeit von sieben Stunden, 19 Minuten und 34 Sekunden.

So hat Eva Bulling-Schröter bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Ja.

Asylpaket II: Nein.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Nein.

Pkw-Maut: Nein.

So äußert sich Eva Bulling-Schröter zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Dass es einmal einen Beschluss mit der Mehrheit von Rot-Rot-Grün gab: die Ehe für alle."

Die Enttäuschung: "Dass die regenerativen Energien per Gesetz ausgebremst wurden und es keinen Kohleausstieg gibt."

Die wichtigste Entscheidung: "Ich kritisiere am schärfsten, dass alle Anträge gegen Altersarmut abgelehnt wurden."

Das Ziel für nach der Wahl: Ohne Antwort, da Eva Bulling-Schröter bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr kandidiert.

 

Gerd Müller (CSU) - Wahlkreis 256: Oberallgäu

Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister.
Bild: Wagner

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Gerd Müller erreichte 60,7 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt. Müller ist seit Dezember 2013 Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 18 Reden kam er auf eine Redezeit von vier Stunden, 41 Minuten und 57 Sekunden.

So hat Gerd Müller bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Nicht beteiligt.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Gerd Müller zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Meine Begegnung mit Papst Franziskus, das kurze Gespräch und die Überreichung meines Konzeptes eines 'Marshallplan mit Afrika'."

Die Enttäuschung: "Grenzüberschreitungen in der politischen Auseinandersetzung."

Die wichtigste Entscheidung: "Der neue Stellenwert in unserer Politik für Afrika und die Entwicklungsländer."

Das Ziel für nach der Wahl: "Die großartigen Ankündigungen aller Parteien zur Stärkung der Entwicklungspolitik einzufordern und Wirklichkeit werden zu lassen, damit wir dem Ziel 'Eine Welt ohne Hunger und ein Leben in Würde für alle' näherkommen."

 

Stephan Stracke (CSU) - Wahlkreis 257: Ostallgäu

<p>Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) am Dach des Jakob-Kaiser-Haus, in dem er sein Büro hat.</p>
Bild: Stefan Drescher

Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013: Stephan Stracke erreichte 59,8 Prozent. Er wurde damit direkt gewählt.

Redezeit in Plenarsitzungen: In 35 Reden kam er auf eine Redezeit von vier Stunden, 39 Minuten und 31 Sekunden.

So hat Stephan Stracke bei wichtigen Beschlüssen abgestimmt:

Ehe für alle: Nein.

Asylpaket II: Ja.

Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe: Ja.

Pkw-Maut: Ja.

So äußert sich Stephan Stracke zur jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode:

Das Highlight: "Die Aufnahme des vierspurigen Ausbaus der B12 in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sowie die Fortführung der Flugsicherungsausbildung am Standort Kaufbeuren durch die Deutsche Flugsicherung."

Die Enttäuschung: "Der zeitweise Kontrollverlust des Staates durch den Flüchtlings- und Migrationszustrom im Herbst 2015."

Die wichtigste Entscheidung: "Durch ein ganzes Maßnahmenbündel ist es CDU/CSU – gegen den teilweise massiven Widerstand von SPD und der Opposition im Deutschen Bundestag – gelungen, die Migration nach Deutschland wieder zu ordnen und zu begrenzen."

Das Ziel für nach der Wahl: "Sicherheit und Wohlstand für alle."

 

Anmerkung der Redaktion: Als Quellen für unser Wahlradar dienten die Angaben der Abgeordneten sowie die offizielle Seite des Deutschen Bundestags, bundestag.de.

 

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