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Staatskrise
12.03.2019

In Venezuela bleiben Schulen und Firmen wegen Stromausfällen zu

Finsternis über Caracas nach dem Stromausfall - viele Gebiete in Venezuela sind weiterhin ohne Strom.
Foto: Matias Delacroix, dpa

In Venezuela ist die Energieversorgung noch immer zusammengebrochen. Die entmachtete Nationalversammlung hat den Notstand ausgerufen.

Angesichts der andauernden Stromausfälle in Venezuela hat Staatschef Nicolás Maduro auch den Dienstag und den Mittwoch zu arbeits- und unterrichtsfreien Tagen erklärt. In diesen 48 Stunden solle weiter daran gearbeitet werden, die Versorgung mit Elektrizität wiederherzustellen, sagte er in einer Ansprache am späten Montagabend (Ortszeit) in Caracas. Der sozialistische Staatschef bekräftigte, das südamerikanische Land sei Opfer eines "elektrischen Coups" geworden, für den er die USA und die Opposition im Land verantwortlich machte.

Große Teile Venezuelas haben keinen Strom

Seit Donnerstagabend gibt es in Teilen des Krisenlandes keinen Strom. Die Wiederherstellung der Versorgung geht nur schleppend voran und erleidet immer wieder Rückschläge. Bereits der Montag war zum arbeitsfreien Tag deklariert worden. Die Opposition um den selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó macht fehlende Wartung, Korruption und Missmanagement für den Stromausfall verantwortlich.

Stunden vor Maduros Ansprache hatte die von der Regierung nicht anerkannte und entmachtete Nationalversammlung wegen des Stromausfalls den Notstand in dem rund 31 Millionen Einwohner zählenden Land erklärt. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für die von Guaidó vorgelegte Initiative. In dem Beschluss des Parlaments werden unter anderem die Streitkräfte angewiesen, das Stromnetz zu schützen und Proteste gegen den Stromausfall nicht zu unterdrücken. Allerdings haben Guaidó und das Parlament keine faktische Macht, das Militär steht bisher zu Maduro. (dpa)

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