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Corona-Krise

10.08.2020

Start ins Kindergarten-Jahr: Bundesregierung gründet Corona-Kita-Rat

Zum Start ins neue Kindergarten-Jahr gründet die Bundesregierung einen Corona-Kita-Rat. Familienministerin Franziska Giffey will mit dem Gremium verschiedene Sichtweisen zusammenbringen.
Bild: Kay Nietfeld, dpa (Archivbild)

Familienministerin Franziska Giffey will einen zweiten Lockdown unbedingt vermeiden. Dafür soll nun ein Kita-Register kommen. Eine Maskenpflicht für Kita-Kinder lehnt sie ab.

Zum Start ins neue Kindergarten-Jahr gründet die Bundesregierung einen Corona-Kita-Rat. Das Gremium werde es ermöglichen, die „verschiedenen Sichtweisen“ auf das Thema Regelbetrieb in Corona-Zeiten zusammenzubringen, erklärte Familienministerin Franziska Giffey am Montag in Berlin. Die Auftaktsitzung findet nach Angaben der SPD-Politikerin am 31. August statt. Beteiligt sind unter anderem Vertreter der Länder, der Kommunen und der Gewerkschaften.

„Wenn die Kinderbetreuung nicht sichergestellt ist, dann funktioniert die Gesellschaft nicht“, betonte Giffey. Eltern wie Kinder bräuchten auch in Pandemiezeiten Verlässlichkeit. Aber auch die Perspektive  der Erzieherinnen und Erzieher müsse in den Fokus genommen werden. Ziel aller Bemühungen sei es, erneute großflächige Schließungen von Kindertagesstätten zu verhindern. Es müsse unbedingt vermieden werden, „dass der zweite Lockdown kommt“, meinte die Ministerin.

Kita-Register soll Informationen über Corona-Infektionen erfassen

Ab Dienstag soll Giffey zufolge zudem offiziell ein Kita-Register gestartet werden. Bereits jetzt lägen 5000 Registrierungen vor, erklärte die Ministerin. Mithilfe des Registers sollen Erkenntnisse über Betreuungsplätze, Personalkapazitäten sowie Gruppen- und Einrichtungsschließungen in Folge von Corona-Infektionen erfasst werden.

Giffey bekräftigte ihre Haltung, dass Kita-Kinder keine Schutzmasken tragen müssen. Dies sei im Kita-Bereich „nicht praktikabel“ erklärte sie. Wichtig sei es, den Personenkreis derer zu begrenzen, die Zugang zu einer Kita haben. Um Infektionen schnell zu erkennen, sollen Erzieherinnen und Erzieher zudem die Möglichkeit haben, „sich überall kostenlos und zeitnah testen lassen zu können“, forderte Giffey.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Familienministerin Giffey ist im Corona-Kampf weitgehend unsichtbar

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