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Kraftwerk Fukushima

31.03.2011

Strahlenangst: Behörden lassen 1000 Leichen einfach liegen

Luftaufnahme des havarierten Kernkraftwerks. dpa

Rund 1000 Leichen von Opfern des verheerenden Tsunamis liegen um das Kraftwerk Fukushima teils auf freiem Felde. Die Behörden stehen vor einem Dilemma.

Das Problem, die Toten liegen innerhalb der evakuierten 20-Kilometer-Zone rund um das Kraftwerk, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Menschen seien "nach ihrem Tod hohen Dosen radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen", zitiert die Agentur Quellen bei der Polizei. Nun fürchteten die Behörden, dass Polizisten, Mitarbeiter von Leichenhallen und Verwandte, die die Toten identifizieren, ebenfalls radioaktiv kontaminiert werden könnten. Zunächst habe man geplant, die Körper auf Verstrahlung zu prüfen, nachdem man sie aus der gefährlichen Zone geborgen habe, berichtet Kyodo. Dieser Plan sei aber verworfen worden.

Nun stehen die Verantwortlichen vor einem Dilemma, erklärt die Nachrichtenagentur. Abtransportieren, wie es der ursprüngliche Plan vorsah, könne man die Toten nicht - aus Sorge vor Kontamination. Auch an die Familien könne man die Leichen nicht einfach übergeben. Falls die Toten verbrannt werden, könnte dadurch Dosen von Radioaktivität in die Luft geblasen werden, eine Beerdigung könnte zu einer Kontamination des Friedhofsboden führen. Eine Dekontamination und Identifizierung vor Ort ist ebenfalls schwierig: Durch die Dekontamination der verwesenden Körper könnten diese noch weiter beschädigt werden, schreibt Kyodo unter Berufung auf Polizeikreise. Wie es nun weitergeht, ist weiterhin unklar. adi

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