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Statistik

01.03.2009

Streit um Geburtentrend in Deutschland

Streit um Geburtentrend in Deutschland
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Im vergangenen Oktober sind in Deutschland deutlich weniger Kinder auf die Welt gekommen als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Neugeborenen ging einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge um fast 8000 Kinder (11,9 Prozent) zurück.

Gleichwohl spricht das Bundesfamilienministerium weiter von einem positiven Geburtentrend in Deutschland. Der Rückgang der Geburtenzahlen im Oktober relativiere die Botschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), die von einer Trendumkehr in den Kreißsälen gesprochen hatte, hieß es im "Spiegel". Das Familienministerium dagegen betonte, die Zahlen seien "nur eine Momentaufnahme in der Jahresstatistik". 2008 habe es nach bisherigen Erkenntnissen vier Monate gegeben, in denen weniger Babys geboren wurden als im Vorjahreszeitraum. In sechs Monaten aber habe es mehr Geburten gegeben.

Die Statistik für die Monate November und Dezember liegt nach Ministeriumsangaben noch nicht vor. Daher kann die Gesamtentwicklung für 2008 bislang nur prognostiziert werden. Starke Schwankungen zwischen einzelnen Monaten sind dabei nicht ungewöhnlich. Während im Oktober 2008 fast 12 Prozent weniger Kinder geboren wurden, kamen im April laut Statistischem Bundesamt rund 11 Prozent mehr Babys auf die Welt als im Vorjahresmonat.

Von der Leyen hatte Anfang Februar eine Prognose vorgestellt, nach der in Deutschland 2008 rund 5000 Kinder mehr geboren wurden als im Vorjahr. Als Ursache für diesen - seit 2007 zu beobachtenden - Trend nannte sie auch die Familienpolitik der Bundesregierung. Die Ministerin habe sich "auf die aktuellst verfügbaren Zahlen für das Jahr 2008 sowie auf die Schätzung des Statistischen Bundesamtes" gestützt, teilte das Ministerium mit. Es bleibe dabei, dass sich das Klima für Familien in Deutschland sichtlich verbessert habe.

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