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Syrien
02.03.2017

Die Kriegsverbrechen von Aleppo

Uno erhebt schwere Vorwürfe gegen alle Konflikt-Parteien

Aushungern, Giftgas, Terrorangriffe auf Wohnviertel, willkürliche Exekutionen: Die Syrien-Kommission der Uno erhebt schwere Vorwürfe gegen das Assad-Regime, Russland und Rebellengruppen.

Alle Konflikt-Parteien hätten während der Schlacht um die nordsyrische Metropole Aleppo von Juli bis Dezember 2016 Kriegsverbrechen verübt. Nach Einschätzung der unabhängigen Untersuchungskommission traf die „unerbittliche Gewalt“ besonders die Zivilisten. Als besonders ungeheuerlich verurteilte sie den Angriff auf einen Hilfskonvoi und einen Stützpunkt mit humanitären Gütern, den sie der syrischen Luftwaffe zur Last legt. Bei der Attacke waren 15 Helfer ums Leben gekommen und wertvolle Hilfsgüter zerstört worden. Zudem hätten Assad-Truppen Bomben mit dem Giftgas Chlorin auf Wohngebiete in Ost-Aleppo abgeworfen. Hunderte Zivilisten seien Opfer dieser Angriffe geworden. Weiter verurteilten die Ermittler den Belagerungsring der Assad-Truppen um Ost-Aleppo, mit dem die Rebellen zur Aufgabe gezwungen werden sollten, durch den aber die Zivilbevölkerung ausgehungert wurde.

Die Ermittler beschuldigten auch die Rebellengruppen: Die Kämpfer hätten unentwegt Wohngegenden in West-Aleppo unter Beschuss genommen und dabei dutzende Zivilisten getötet. (jdh)

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