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23.04.2019

Terror überschattet Osterfeier

Papst Franziskus erteilt den Segen „Urbi et Orbi“.
Bild: Andrew Medichini, dpa

Friedensappell von Papst Franziskus

Die verheerende Anschlagsserie in Sri Lanka hat die Osterfeierlichkeiten im Vatikan mit Papst Franziskus überschattet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche gedachte an den Ostertagen Sonntag und Montag der zahlreichen Opfer und Verletzten der „schweren Attentate“. Der Papst äußerte am Ostermontag die Hoffnung, „dass alle diese terroristischen Taten, (diese) unmenschlichen, unentschuldbaren Taten verurteilen“.

Zehntausende Menschen hatten in Rom die Feierlichkeiten am Osterwochenende mit dem Papst verfolgt: am Freitag beim stimmungsvollen Kreuzweg am Kolosseum, am Samstag bei der Osternachtsmesse im Petersdom und am Sonntag auf dem Petersplatz. An Ostern erinnern die Christen an die Auferstehung Jesu nach christlicher Überlieferung. Es ist ihr wichtigstes Fest. Die Messe am Ostersonntag ist normalerweise besonders festlich: Der Platz vor dem imposanten Petersdom war auch in diesem Jahr geschmückt mit zehntausenden Blumen. Doch schon während der Messe sah der Papst sehr ernst und bedrückt aus. Die Nachrichten über mehrere Explosionen auch in drei christlichen Kirchen auf dem Inselstaat im Indischen Ozean waren erst wenige Stunden alt.

In der Osterbotschaft, die der Papst vor dem Segen „Urbi et Orbi“ verkündete, ging der 82-Jährige auf Krisen und Kriege in aller Welt ein. „Er, der uns Frieden gibt, möge den Lärm der Waffen im Umfeld der Kriege wie auch in unseren Städten zum Schweigen bringen“, bat der Papst. Franziskus beklagte zunehmende Gleichgültigkeit hinsichtlich der Syrien-Krise und drückte der Bevölkerung im Jemen seine Solidarität aus. Die Konfliktparteien in Libyen, die sich seit kurzem wieder Kämpfe liefern, rief er zu Dialog und Gewaltverzicht auf. (dpa)

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