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Anti-Schwabismus

14.01.2013

Thierse macht Schwaben ein Friedensangebot

Der Vizepräsident des Bundestags, Wolfgang Thierse, macht den Schwaben ein Friedensangebot.
Bild: Britta Pedersen, dpa Bildfunk

Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse reagiert auf eine Flut von Hassmails, die er von wütenden Schwaben erhalten hatte. Er heißt sie in Berlin "willkommen".

Thierse macht Schwaben ein Friedensangebot: Erst lästerte er über sie, jetzt rollt er ihnen den roten Teppich aus: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) heißt nunmehr alle Schwaben in Berlin „willkommen“. In einem persönlich gehaltenen Zeitungsbeitrag beteuert Schrippen-Freund Thierse nicht nur, dass er „wirklich kein Schwabenfeind“ sei. „Ich habe schwäbische Mitarbeiter und Freunde, war in Schwaben zum Urlaub, esse in der Bundestagskantine gelegentlich sogar Schwäbisch.“

Thierse berichtet über Hassmails

Einmal in Fahrt, ergänzt Thierse, es sei ihm bewusst, „dass Hölderlin, Hegel und Schiller aus Schwaben stammen“. Die Kehrseite der neuen Schwabenverehrung verhehlt der bärtige Sozialdemokrat aber nicht. Er berichtet von über 3000 Hassmails, die ihn nach seinen eigentlich „läppisch-unernsten“ Worten über integrationsunwillige Schwaben und schwäbische Überfremdung in den Bäckereien seines Berliner Wohnviertels Prenzlauer Berg erreicht hätten.

Thierse wird von "humorlosen" Schwaben als "Rassist" beschimpft

In dieser monströsen „Empörungswelle“ fanden sich Beschimpfungen wie „Spießer, Rassist, Nazi oder Arschloch“. Gallig merkt der Bundestagsvizepräsident an: „Auweia! Wie borniert von mir, mich als Verteidiger des Berlinerischen aufzuspielen.“ Seinen schwäbischen Kritikern hingegen wirft Thierse „Humorlosigkeit“ vor. Gleichwohl ruft der Berliner den Schwaben zu: „Ihr seid willkommen!“ (AZ)

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