Newsticker

Corona-Neuinfektionen mit 23.449 Fällen leicht über Vorwochenniveau
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Trotz Verbot: Nordkorea testet ballistische Raketen

Nordkorea

26.08.2017

Trotz Verbot: Nordkorea testet ballistische Raketen

Nordkorea hat trotz aller Verbote am Samstag erneut drei Raketen getestet.
Bild: Lee Jin-Man (dpa)

Unbeeindruckt von allen Strafmaßnahmen hat Nordkorea erneut ballistische Raketen getestet. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist nach zwei Raketentests im Juli angespannt.

Trotz aller Warnungen und Verbote hat Nordkorea drei ballistische Raketen getestet. Zwei Raketen flogen nach Angaben des US-Pazifikkommandos vom Samstag rund 250 Kilometer weit. Sie hätten keine Gefahr für das US-Festland oder die US-Pazifikinsel Guam bedeutet. Das US-Militär korrigierte damit erste Angaben, wonach zwei Raketen während des Fluges abgestürzt seien. Die dritte war den Angaben zufolge schon kurz nach dem Start nahe Kittaeryong in der östlichen Provinz Kangwon explodiert. 

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit ballistischen Raketen. Pjöngjang hatte im Juli mit zwei Tests von Interkontinentalraketen (ICBM) weltweit Empörung ausgelöst. Als Reaktion auf die beiden Tests hat der Weltsicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen das diplomatisch isolierte Land verhängt. 

Nordkoreanische Raketen etwa 250 Kilometer geflogen

Nordkorea testete jetzt seine Raketen während laufender Militärübungen der USA mit Südkorea. Pjöngjang hatte mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. 

Das südkoreanische Militär bestätigte, dass Nordkorea am Samstagmorgen (Ortszeit) "einige" Raketen in Richtung offenes Meer abgefeuert habe. Einige von ihnen seien etwa 250 Kilometer geflogen und im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) niedergegangen. Südkorea und die USA werteten weitere Informationen aus, hieß es. 

Der Konflikt um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm heizt sich seit Monaten auf. US-Präsident Donald Trump drohte der kommunistischen Führung in Pjöngjang mit "Feuer und Zorn", was angesichts der atomaren Bewaffnung beider Länder für Unruhe sorgte. Nordkorea drohte zeitweise damit, Raketen in die Gewässer um die US-Pazifikinsel Guam abzufeuern.

Stimmung zwischen USA und Nordkorea bleibt angespannt

US-Außenminister Rex Tillerson hatte sich zuletzt aber erleichtert darüber gezeigt, dass Nordkorea seit der Verhängung der neuen Sanktionen in diesem Monat keine "neuen Provokationen" unternommen habe. Pjöngjang, das Washington eine feindselige Politik unterstellt, arbeitet an der Entwicklung von Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können. Ballistische Raketen sind in der Regel militärische Boden-Boden-Raketen, sie können je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder auch atomare Sprengköpfe befördern. dpa

Das kommunistische Nordkorea hat den 105. Geburtstag seines verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung mit einer großen Militärparade begangen. Bilder der  Inszenierung.
11 Bilder
Panzer, Raketen, Soldaten: So feiert sich Nordkorea
Bild: Wong Maye-e
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

26.08.2017

Was heißt hier Verbote? Etwa durch die UNO? Die ist doch ein zahnloser Tiger.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren