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Beratung

09.01.2019

Türkische Gemeinde bietet Hilfe bei Verdacht auf Radikalisierung

Wenn Jugendliche sich extremen Strömungen wie dem Salafismus zuwenden, können Angehörige beim Projekt "Emel" Hilfe suchen.
Bild: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

Wer miterlebt, wie Jugendliche in extremistische Kreise abrutschen, kann sich bei "Emel" beraten lassen. Auch Hilfe für deutsche Familien wird angeboten.

Die Radikalisierung Jugendlicher und junger Erwachsener ist ein Problem, das ganz Europa betrifft. Nur Lösungsansätze für diese Problematik gebe es bislang wenige, hat sich die Türkische Gemeinde in Deutschland gedacht. So entstand die Idee zu "Emel", einer Internetseite, die betreuen, informieren und helfen soll, wenn Menschen in ihrem Umfeld miterleben, wie junge Menschen sich dem Extremismus zuwenden oder radikalisiert werden.

Radikalisierung: Projekt "Emel" läuft zunächst bis 2019

Laut Projektleiterin Nevin Uca sollen türkisch- und arabisch-, aber auch deutschstämmige Eltern erreicht werden, die sich von bestehenden Angeboten bislang nicht angesprochen fühlen. Die Beratungen sind anonym per E-Mail oder auch als Chat zu einem festen Termin möglich. Es seien Mitarbeiter im Einsatz, die besonders für diese Aufgabe ausgebildet worden seien.

Zunächst soll es das Angebot laut Uca bis Ende 2019 geben. Es handelt sich um ein Modellprojekt, das von der Europäischen Union und dem Bundesfamilienministerium gefördert wird. (dpa/AZ)

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