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Donald Trump und Kim Jong Un hatten sich im Juni getroffen.

Abrüstung
11.09.2018

USA und Nordkorea bereiten zweites Treffen von Trump und Kim vor

Nach dem Gipfel zwischen Donald Trump und Kim Jong Un gab es bislang nicht den erhofften Durchbruch. Südkorea fordert "mutige Entscheidungen".

Südkoreas Präsident Moon Jae In hat die USA und Nordkorea zu "mutigen Entscheidungen" in ihren stockenden Verhandlungen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm aufgerufen. "Nordkorea muss die atomare Abrüstung in Angriff nehmen und die USA müssen ein günstiges Umfeld durch begleitende Maßnahmen schaffen", sagte Moon bei einer Kabinettssitzung am Dienstag. Zuvor hatte eine Sprecherin Donald Trumps in Washington bekanntgegeben, das Weiße Haus bereite mit der Regierung Nordkoreas ein zweites Gipfeltreffen des US-Präsidenten mit dem Machthaber Kim Jong Un vor. Details wurden nicht genannt. 

Südkorea wolle die von Trump wie von Kim gewünschte Vermittlerrolle übernehmen, wurde Moon von seinem Büro in Seoul zitiert. Doch müsse erst die Kommunikation zwischen diesen beiden Ländern aktiver werden. Moons Appell kam eine Woche vor seinem dritten Gipfeltreffen mit Kim in diesem Jahr, das in Pjöngjang stattfinden soll. Die weitere Entwicklung in den innerkoreanischen Beziehungen hängt auch wesentlich von Fortschritten bei den Gesprächen der USA mit Nordkorea ab. Sein Treffen mit Kim müsse einen weiteren "großen Schritt" hin zu einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel bringen, sagte Moon.

Wann und wo Trump und Kim sich treffen, ist unklar

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So lief das Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un
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Donald Trump und Kim Jong Un haben sich zu einem historischen Gipfel getroffen. Sie sprachen zuerst in einem Vier-Augen-Gespräch 42 Minuten lang miteinander.

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Der historische Handschlag: Im vergangenen Jahr hatten sich Machthaber Kim und US-Präsident Trump noch gegenseitig mit Krieg gedroht.

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Die beiden sprachen beim Gipfeltreffen auch in größerer Runde miteinander.

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Trump und Kim zeigten sich bei dem Treffen freundschaftlich. Der US-Präsident sprach von einer "großartigen Beziehung".

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Am Ende des Treffens stand eine Vereinbarung, die von beiden unterzeichnet wurde.

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Kim Jong Un bekannte sich zur atomaren Abrüstung - nannte aber keinen Zeitplan.

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Trump stellte einen baldigen Friedensschluss in Korea in Aussicht: "Der Krieg ist seit 70 Jahren nicht beendet, aber er wird bald enden."

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Es soll nicht das letzte Treffen gewesen sein: Trump will Kim "zu einem angemessenen Zeitpunkt" nach Washington einladen.

Ort und Zeit eines möglichen Treffens Kims mit Trump blieben derweil unklar. Zuvor hatte Trump einen Brief Kims erhalten. Auch dieser befasse sich mit einem möglichen zweiten Treffen, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Nordkorea sandte Entspannungssignale, indem es beim Nationalfeiertag auf die Schau von Atomwaffen verzichtete.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton erklärte, der Ball liege bei Nordkorea. "Sie sind diejenigen, die die Schritte zur Denuklearisierung unternehmen müssen, und darauf warten wir", sagte Bolton in Washington. Kim habe Moon im April vorgeschlagen, innerhalb von zwei Jahren atomar abzurüsten. Moon habe daraufhin vorgeschlagen, es innerhalb eines Jahres zu tun, und Kim sei darauf eingegangen.

Beim ersten Treffen von Trump und Kim gab es keine konkreten Zusagen

Kim und Trump waren am 12. Juni in Singapur erstmals zu einem historischen Gipfel zusammengekommen. Anschließend erklärte Trump die nukleare Bedrohung durch Nordkorea für beendet. Kim bekräftigte zwar seine Bereitschaft zur "Denuklearisierung". Bisher gab es jedoch keine konkreten Zusagen, wie und bis wann abgerüstet werden solle.

In Seoul betonte der neue US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Stephen Biegun, am Dienstag, trotz Schwierigkeiten müsse der Dialog mit Pjöngjang aufrechterhalten werden. "Wir haben eine schwere Arbeit vor uns", sagte der frühere Ford-Manager laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zum Auftakt von Gesprächen mit Südkoreas Atomunterhändler Lee Do Hoon. Es biete sich aber zugleich eine großartige Gelegenheit. Biegun war in der Region, um das weitere Vorgehen im Atomstreit mit Nordkorea zu besprechen. Seine Asienreise bringt ihn auch nach Peking und Tokio. (dpa)

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