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Umfrage
15.09.2016

Absolute Mehrheit der CSU in Bayern wackelt

Horst Seehofers CSU muss einer neuen Umfrage zufolge um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen.
Foto: Peter Kneffel (dpa)

Die nächste Landtagswahl in Bayern ist erst in zwei Jahren - das ist in heutigen politischen Maßstäben eine halbe Ewigkeit. Trotzdem dürfte sich die CSU über eine neue Umfrage kaum freuen. Das Problem liegt ihrer Ansicht nach in Berlin.

München (dpa) - Die CSU muss einer neuen Umfrage zufolge um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen. Wäre am Sonntag Landtagswahl, käme die Partei von Horst Seehofer nach der Erhebung im Auftrag von Sat.1 Bayern zwar auf 45 Prozent der Stimmen.

Allerdings würden mit SPD, Grünen, Freien Wählern, AfD und FDP gleich fünf weitere Parteien ins Parlament einziehen - und kämen zusammen auf 49 Prozent. Damit wäre die absolute Mehrheit der CSU-Sitze im Landtag in Gefahr.

Das Rennen ist demnach allerdings denkbar knapp: Die Freien Wähler und die FDP würden derzeit mit fünf Prozent nur knapp in den Landtag einziehen. Die SPD liegt in der Umfrage bei 18 Prozent, die Grünen kommen auf 12 Prozent, die AfD liegt bei 9 Prozent. In der Juli-Umfrage des Senders hatte die CSU noch 47 Prozent erreicht. Die nächste Landtagswahl ist allerdings auch erst in zwei Jahren.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte zu der Umfrage, in den Zahlen zeige sich "ein Berlin-Malus". Bei Umfragen zu politischen Sachfragen wie Flüchtlingspolitik, Steuern oder Rente habe die CSU die überwältigende Unterstützung der Bevölkerung. "Deswegen werden wir in Berlin längst überfällige Entscheidungen der Vernunft einfordern."

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher sagte zu der Umfrage: "Die Pöbeleien der CSU gegen die Bundesregierung, der sie selbst angehört, zeigen Wirkung." Die CSU sei ihre absolute Mehrheit los, die AfD gewinne hinzu. "Es wird höchste Zeit, dass die arrogante CSU-Allein-Krawallherrschaft in Bayern beendet und durch eine vernünftige Kooperation der Parteien ersetzt wird."

Was eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels angeht, ist ein Viertel bis ein Drittel der Bayern derzeit unentschieden: Auf die Frage "Würden Sie persönlich es eher begrüßen, wenn Angela Merkel bei der kommenden Bundestagswahl im Herbst 2017 erneut als Kanzlerkandidatin antritt?" antworteten 33 Prozent mit Ja, 31 Prozent mit Nein - und 28 Prozent sagten, sie seien unentschieden.

Von den befragten CSU-Anhängern würden 40 Prozent eine Kandidatur Merkels begrüßen - 27 Prozent antworteten dagegen mit Nein. 25 Prozent dieser Befragten gaben an, sie seien unentschieden.

Auf die Frage, ob die CSU eine mögliche neue Kanzlerkandidatur Merkels unterstützen sollte, antworteten 34 Prozent der CSU-Anhänger mit Ja und 22 Prozent mit Nein. 36 Prozent waren unentschieden.

Das Hamburger Umfrage-Institut GMS hatte im Auftrag von Sat.1 Bayern zwischen dem 9. und 14. September 1015 Wahlberechtigte befragt. (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

15.09.2016

CSU mit 45% nur 2,7% unter dem Ergebnis LT Wahl 2013

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Dazu aktuell noch je 5% für FW und FDP

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Gibt es irgendwelche denkbaren Faktoren die SPD und Grüne über 30% bringen könnten?

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Die Umfrage widerlegt auch das Märchen, dass die CSU die AfD stark machen würde. 9% AfD können ja nicht aus 2,7% CSU Verlust kommen.

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P.S. Ich habe vorhin noch die große Verschwörung entdeckt, warum die Polizeiautos in Bayern künftig blau sind.

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http://www.csu.de/aktuell/meldungen/september-2016/polizeiautos-nun-in-blau/

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Das passt doch zum Layout der CSU...

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15.09.2016

Wenn ich AfD-Wahlkämpfer in Bayern wäre, würde ich auf die Wahlplakate drucken:

Wer CSU wählt, wählt Merkel !

Das würde als Slogan reichen!

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15.09.2016

Es schadet nicht, wenn die absolute Mehrheit gebrochen wird, dann gibt es vielleicht weniger Filz in Bayern.

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15.09.2016

Die Aussagekraft ist Stand heute doch eher schwach.

Noch sind es zwei Jahre und da passiert noch viel. Da verwässern noch viele Inhalte und fallen der Vergessenheit anheim. Siehe die CSU-Herdprämie und die Ausländermaut, für die Herr Dobrindt extra ins Verkehrsministerium gehievt wurde.

Und zum anderen, inhaltlich nahe Koalitionspartner gibt es zuhauf. Die in Mehrheitsbeschaffungen geübte FDP, die Freien Wähler und bei breiter inhaltlicher Übereinstimmung, wie aktuell sichtbar, zur Not auch die AfD.

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15.09.2016

Na, ein politisch denkender Mensch sind Sie ja nicht gerade. Diese Umfragen beeinflussen massiv die Bundespolitik und diese ist für uns alle um den Faktor 10 relevanter als das Gedöns der Landespolitiker. Natürlich bleibt die CSU in Bayern auch nach der nächsten Wahl an der Macht, aber sie muss womöglich einen Teil davon abgeben - und das schmeckt ihr überhaupt nicht.
Eine Koalition mit der AfD ist natürlich völlig ausgeschlossen. Das wäre politischer Selbstmord.

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15.09.2016

Also über Punkte zu diskutieren, die erst in 2 Jahren wirklich relevant werden - da ist mir die Zeit zu schade.

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15.09.2016

Auf solchen Umfragen basiert aber das tägliche Geschrei der CSU-Politiker. Das politische Personal der CSU spricht zwar tagaus tagein davon, dass angeblich nur Inhalte wichtig seien, letztlich treibt die aber nur um die nackte Angst vor dem Machtverlust um...Gleiches gilt übrigens für die "Edelfedern" der Augsburger Allgemeinen, die Erfüllungsgehilfen der CSU.

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15.09.2016

Sagen wir mal so: der Machtverlust der CSU, so er denn käme, hielte sich doch wirklich in Grenzen. Dann nimmt man sich noch eine Zwergpartei als Partner, gibt ihr 2 undeutende Ministerien - und alles ist wie gehabt.

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15.09.2016

Die alte politische Wahrheit: Im Zweifel geht der Wähler zum Schmied und nicht zum Schmiedl. Das müssen die Groß-Strategen von der CSU aber anscheinend erst lernen!

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15.09.2016

Das ist ja mal ne Sache... aber von Einsicht keine Spur ... aber diese Sozen ...Krawallherrschaft-Kultur das hat was.... zumindestens beschreibt es den Zustand der Bayrischen Regierung sehr genau.

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