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Umwelt

20.08.2020

Umweltministerin Schulze mahnt Bayern bei Endlager für Atommüll

Bundesumweltministerin Svenja Schulz kritisiert Bayerns Haltung zum Thema Atommüll-Endlager.
Bild: Fabrizio Bensch, dpa (Archiv)

Exklusiv Bayern ist der Überzeugung, dass es im Freistaat keinen geeigneten Platz für ein Atommüll-Endlager gibt. An dieser Haltung übt Svenja Schulze Kritik.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze ( SPD) hat Bayern davor gewarnt, sich bei der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll wegzuducken. „Keine Regierung kann politisch beschließen, dass ihr Gebiet wissenschaftlich nicht geeignet ist. Sich da aus der Verantwortung zu stehlen, das geht gar nicht“, sagte Schulze unserer Redaktion.

Schulze widerspricht Bayern bei Suche nach Atommüll-Endlager

Es gebe eine gemeinsame Verantwortung in ganz Deutschland für die Entsorgung des strahlenden Abfalls, „der in drei Generationen produziert wurde und nun 30 000 Generationen belasten wird.“ Entgegen dem Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern werden laut der Ministerin auch Standorte im Freistaat geprüft werden, ob sie als Lager für Atommüll tauglich sind. „Grundprinzip ist, dass es in Deutschland eine weiße Landkarte gibt, ohne jede politische Vorfestlegung, wo ein solches Endlager sein darf“, betonte Schulze.

Bislang hatte die bayerische Staatsregierung stets betont, dass es im Freistaat keine Region gebe, die für ein Endlager in Frage komme. Die bayerischen Granitformationen ließen eine sichere Einlagerung des radioaktiven Materials nicht zu. So heißt es etwa im Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern: „Wir sind überzeugt, dass Bayern kein geeigneter Standort für ein Atomendlager ist.“ 

Dem widersprach die SPD-Politikerin. Granit sei „eines von drei möglichen Wirtsgesteinen“ für ein Endlager. In Finnland werde derzeit eine Lagerstätte in Granitgestein gebaut, meinte sie.

Das ganze Interview mit Svenja Schulze können Sie hier nachlesen.

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