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Klimaschutz

16.09.2020

Ursula von der Leyen verschärft Klimaziel 2030 drastisch

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, hat sich für ein verschärftes Klimaziel ausgesprochen.
Bild: Francois Walschaerts, dpa

Hitze, Trockenheit, Brände: Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel im vollen Gange ist. Jetzt will sich die EU vornehmen, noch entschiedener gegenzusteuern.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert, die Treibhausgase der Europäischen Union bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu bringen. Die drastische Verschärfung des EU-Klimaziels schlug von der Leyen am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union in Brüssel vor. Bisher lautet das offizielle Ziel minus 40 Prozent.

Die Verschärfung auf "mindestens 55 Prozent" soll helfen, das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten und die gefährliche Überhitzung der Erde zu stoppen. Das neue Ziel muss aber in den nächsten Wochen noch mit dem EU-Parlament und den EU-Staaten geklärt werden.

Sie wisse, dass einigen diese Erhöhung des Einsparziels zu viel sei und anderen nicht genug, sagte von der Leyen. Doch habe die Folgenabschätzung der EU-Kommission eindeutig ergeben, dass die Wirtschaft und Industrie die Verschärfung bewältigen könnten. Aus ihrer Sicht sei die Zielvorgabe ehrgeizig, machbar und gut für Europa, sagte von der Leyen.

Klimaziel: Grüne fordern Senkung um 65 Prozent

Das neue Ziel würde drastische zusätzliche Anstrengungen im Klimaschutz bedeuten. Geschafft wurden in den 29 Jahren von 1990 bis 2019 nach Angaben der EU-Kommission rund 25 Prozent Minderung. Für das neue Ziel bleiben weniger als zehn Jahre. Unter anderen die Grünen fordern jedoch noch mehr Ehrgeiz und eine Senkung um 65 Prozent.

Bereits am Wochenende war ein "Klimazielplan" der Kommission bekannt geworden, der die anvisierte Verschärfung ausführlich begründete. Diese sei machbar und günstig für die Gesundheit, den Wohlstand und das Wohlergehen unserer Bürger, heißt es darin.

Der Anteil von erneuerbaren Energien soll steigen

Doch müssten dafür allein die Investitionen in Energieproduktion und -nutzung im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren um jährlich 350 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Verbrauch von Kohle soll im Vergleich zu 2015 um 70 Prozent sinken, der Anteil von erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch auf bis zu 40 Prozent steigen. Ältere Gebäude müssten im doppelten Tempo wie bisher saniert und "klimafit" gemacht werden.

Zudem müssten einige Vorgaben für Energiewirtschaft und Industrie weiter verschärft werden, darunter die CO2-Grenzwerte für Autos. Das Emissionshandelssystem ETS, das bisher nur Kraftwerke und Fabriken einschließt, soll auf Gebäude und Verkehr ausgedehnt werden. (dpa)

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17.09.2020

Unseren Trump-Fans und allen, die noch nicht wissen, dass die Österreicher in Waldstädten und unter explodierenden Bäumen leben, wärmstens empfohlen:

https://www.youtube.com/watch?v=wQIVKNnzTg8

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17.09.2020

"EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert, die Treibhausgase der Europäischen Union bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu bringen."

Fordern kann man ja. Nur dass CO2 das Klima nicht so beeinflusst und somit eine Vorhersage schwierig ist. Nachdem ja schon zugegeben werden muss, dass die Absorbtion von CO2 im besagten Spektrum gesättigt ist, behauptet man nun die "Flanken" aber nicht. Siehe Umweltbundesamt:

https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/sind-kuenftige-durch-den-menschen-verursachte

Realistisch sind 0,7 Grad, wenn man die Flanken heranzieht. Die Sättigung ist schon ab ca. 300ppm gegegeben. Mehr Absorber beweirken eben keine höhere Aufnahme, wenn die Strahlung der Sonne nicht zunimmt. Nicht berücksichtigt wird auch die Wolkenbildung, die massiv kühlend wirkt bei höheren Temperaturen. Das kann ohnehin niemand vorhersagen.

https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/Fachgruppen/Seniorexperten/PDF/Info_und_Presse/nch61_132.pdf

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17.09.2020

https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/Fachgruppen/Seniorexperten/PDF/Info_und_Presse/nch61_132.pdf

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17.09.2020

https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/
Fachgruppen/Seniorexperten/PDF/Info_und_Presse/nch61_132.pdf

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17.09.2020

Prognosen sind schwierig vor allem wenn sie die Zukunft betreffen . . .

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17.09.2020

Einigen Herren könnte ihre ironische Sicht des Klimawandels noch vergehen - es sei denn altersmäßig sind sie schon sehr nahe am Verfallsdatum.

Dass ausgerechnet die US-Westküste, Teil eines reichen, hochentwickelten, zu den Hauptverursachern der Klimakatastrophe zählenden und von einem narzisstischen Ignoranten regierten Landes als eine der ersten Regionen für Menschen unbewohnbar wird, werden religiöse Menschen doch als einen Beweis für das Wirken einer höheren Gerechtigkeit sehen.

Eine eindrucksvolle Bestätigung, wie recht Greta Thunberg mit ihrem Panik-Appell vor den Bossen der Weltwirtschaft hatte.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/waldbraende-in-den-usa-und-klimakrise-die-katastrophe-ist-da-a-6fd2a5e2-6de6-49eb-b9d7-a9990aa59eac



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17.09.2020

Dank Photoshop siehts beim Spiegel apokalyptisch orange aus.

Einfach mal zum Vergleich bei der US Presse oder der BBC nach solchen Fotos suchen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalifornien#Bevölkerung

Einwohnerzahl Kalifornien

1970: 19,9 Mio
1980: 23,6 Mio
1990: 29,7 Mio
2017: 39,5 Mio

Spannende Frage, ob das so ökologisch nachhaltig passiert ist. Ein Spiegel hätte diese Frage vor 20 Jahren auch noch beleuchtet, heute ist nur der Klimawandel schuld...

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17.09.2020

Was wollen Sie denn mit den Einwohnerzahlen beweisen? Dass die deutsche Lügenpresse wieder am Werk ist?
Auf jeden Fall scheinen Sie ein treuer Anhänger des Universalgenies und renommierten Klimatologen Donald T. zu sein . . .

Die Photos und erst recht die Videos der US-Agenturen unterscheiden sich kaum von denen, die hierzulande veröffentlicht werden.

Die tatsächliche und prognostizierte Temperaturentwicklung ist da schon um einiges aussagekräftiger . . .

https://www.youtube.com/watch?v=_Fii1VZfnL0

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17.09.2020

Verstädterung und Abholzung der küstennahen Wälder korrelieren stark mit der im Video dargestellten Erwärmung um ca. 1 Grad.

Bis 1970 war da nichts....

4 Jahre Trump können die Entwicklung jedoch nicht erklären, sind aber immer gut für unsachliche Anwürfe.

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17.09.2020

@ PETER P.

"Verstädterung und Abholzung der küstennahen Wälder korrelieren stark mit der im Video dargestellten Erwärmung um ca. 1 Grad."

Klüger wäre es m. E., dass wir uns auf seriöse Wissenschaftler verlassen, analog zum "Club of Rom" von 1968, die mit ihren Prognosen bis auf kleinste Abweichungen, leider alle schlimmer als erwartet, richtig lagen.

"4 Jahre Trump können die Entwicklung jedoch nicht erklären, sind aber immer gut für unsachliche Anwürfe."

Die sachliche Auseinandersetzung mit einem, bei dem ganz offensichtlich auch nach Ansicht etlicher US-Psychologen eine
Schraube locker ist, gestaltet sich leider etwas schwierig bzw. ist unmöglich . . .

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17.09.2020

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/waldbraende-kalifornien-feuer-ursachen/seite-2

>> Nicht allein der Klimawandel ist schuld
...
Gerade weil Kalifornien in diesem Frühjahr eine kleine Atempause in der seit Jahren herrschenden Trockenheit hatte, schlugen die Brände nun umso brutaler zu. <<

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17.09.2020

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hurrikan-sally-und-feuer-in-kalifornien-die-usa-stecken-in-der-zange-des-klimawandels-a-8c826129-1569-418b-8b9c-ab1df616fa42

Da kommt einiges zusammen - nicht allein die KlimaERWÄRMUNG sei daran schuld, meint die ZEIT. Dass ebenfalls bedingt durch den Klimawandel die Extremwetterereignisse zunehmen merken wir längst auch in Deutschland. Doch der Donald hält das alles für eine Erfindung der Chinesen . . .

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16.09.2020

Wir sollten sofort den Bau von Häusern mit Heizungen verbieten; niemand kann bislang seriös erklären, wie der Gebäudebestand bis 2050 CO2-neutral werden soll, oder wie bis 2030 nun 55% eingespart werden sollen.

Wir brauchen auch erst mal keine neuen Häuser, denn #wirhabenplatz ;-)

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17.09.2020

Die Dinge immer positiv darstellen . . . Nicht übersehen sollten Sie deshalb, dass der Energiehunger der Klimaanlagen in den USA bereits jetzt einen wesentlichen Anteil am Bruttosozialprodukt hat. Die Klimaerwärmung lässt zudem hohe Steigerungsraten und Profite für die Energiekonzerne erwarten . . . Dank dem Ignoranten im Weißen Haus und immer mehr Kohleverstromung natürlich kein Problem.

https://www.dw.com/de/weg-frei-für-mehr-kohlestrom-in-den-usa/a-49273163

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16.09.2020

Jeder "Grüne" soll sofort sein Auto mit Verbrennungsmotor abgeben !!!
Wäre schon mal ein Anfang ??

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16.09.2020

Man darf ja niemand etwas wegnehmen und so haben sie vergessen, dass dafür jeder Grüne ein teures Elektrofahrzeug im Tausch bekommt. Das ist doch mal eine gute Lösung. So werde ich auch noch ein Grüner.

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